Judenburg

Der Fahrplanmonitor – live.

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Bahnhof

Adresse: 8750 Judenburg, Bahnhofstraße 10, Steiermark

Der Bahnhof Judenburg an der Bahnhofstraße liegt an der Rudolfsbahn durch das Murtal, im Talboden nördlich der Mur. Die Altstadt mit dem Hauptplatz liegt rund 700 Meter südlich auf einer Terrasse über dem Fluss. Der Interregio fährt stündlich in 1 Stunde 36 Minuten nach Klagenfurt und jede zweite Stunde in 1 Stunde 27 Minuten nach Graz; dazu kommt stündlich die S 8 nach Knittelfeld, Leoben und Bruck an der Mur. An einem Werktag fahren 62 Züge ab, dazu rund 145 Busse. Der Monitor oben zeigt alle Abfahrten und Ankünfte live, mit Bahnsteig und Verspätung.

Lageplan des Bahnhofs Judenburg, Norden oben: Das Bahnhofsgebäude liegt südlich der Gleise am Hausbahnsteig 1, nördlich davon der Mittelbahnsteig 2/3, beide verbunden durch eine Unterführung mit Aufzügen (vergrößerter Ausschnitt). Die Bushaltestelle liegt östlich vom Gebäude an der Bahnhofstraße, westlich davon der Parkplatz. Weiter östlich an der Gußstahlwerkstraße (B77) ist die Haltestelle Stahlwerk/Bahnhof. Die B77 führt über die Mur nach Süden zur Altstadt mit Hauptplatz, Stadtturm, Rathaus und Busbahnhof.
Lageplan nach OpenStreetMap: Bahnhof Judenburg mit Bahnsteigen 1 bis 3, Unterführung, Bushaltestellen und Parkplatz, südlich jenseits der Mur die Altstadt mit Hauptplatz und Stadtturm. Zum Vergrößern anklicken.
Das zweigeschoßige helle Bahnhofsgebäude von Judenburg mit Satteldach, davor ein flacher Vorbau mit langem Vordach, rotem ÖBB-Logo und Uhr; rechts Güterwagen auf den Gleisen, blauer Himmel
Das Bahnhofsgebäude im Jahr 2023. Foto: Naturpuur, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Zum Vergrößern anklicken.

Linien und Verbindungen

Alle Abfahrtsminuten und Fahrzeiten gelten für Werktage laut ÖBB-Fahrplan im Oktober und November 2026. Richtung Leoben, Bruck und Graz fahren die Züge von Gleis 1 oder 2, Richtung Klagenfurt und Villach von Gleis 3; der Monitor zeigt den aktuellen Bahnsteig.

  • Interregio nach Klagenfurt: stündlich zur Minute 13 von 6:13 bis 21:13 Uhr in 1 Stunde 36 Minuten nach Klagenfurt Hauptbahnhof.
  • Interregio Richtung Graz: stündlich zur Minute 48. In den geraden Stunden von 6:48 bis 20:48 Uhr fährt er durchgehend bis Graz Hauptbahnhof (1 Stunde 27 Minuten), in den ungeraden Stunden nur bis Bruck an der Mur (44 Minuten) oder Kindberg. Nach Leoben sind es 33 Minuten, nach Kapfenberg 58 Minuten.
  • S 8 nach Bruck an der Mur: stündlich zur Minute 17 über Zeltweg (6 Minuten), Knittelfeld (12 Minuten), St. Michael (30 Minuten) und Leoben (42 bis 43 Minuten) nach Bruck (56 bis 57 Minuten).
  • Intercity: zweimal am Tag nach Wien Hauptbahnhof (7:06 und 17:06 Uhr, 2 Stunden 48 Minuten) und zweimal nach Villach (10:57 und 18:57 Uhr, 2 Stunden 22 Minuten).
  • Richtung Unzmarkt: einzelne Züge der S 8 und des REX nach Unzmarkt (15 bis 16 Minuten), einer am späten Abend bis Neumarkt in der Steiermark.
  • Frühe REX-Züge: um 4:48 Uhr nach Mürzzuschlag (1 Stunde 43 Minuten) und um 5:48 Uhr über Graz (1 Stunde 44 Minuten) nach Leibnitz.

Erste und letzte Züge: An Werktagen fährt der erste Zug um 4:12 Uhr nach Bruck, der letzte Richtung Osten um 21:48 Uhr. Richtung Westen fährt der letzte Interregio um 21:13 Uhr nach Klagenfurt, der letzte Zug überhaupt um 23:46 Uhr nach Unzmarkt. Direkte Züge nach Linz oder Salzburg gibt es nicht.

Liniengrafik ab Judenburg: S 8 über Zeltweg (6 Minuten) und Knittelfeld (12 Minuten) nach Leoben (33 Minuten mit dem Interregio) und Bruck an der Mur (44 Minuten), von dort Interregio jede zweite Stunde nach Graz Hauptbahnhof (1 Stunde 27) und Intercity nach Wien Hauptbahnhof (2 Stunden 48); nach Westen über Unzmarkt (15 Minuten) mit dem Interregio nach Klagenfurt (1 Stunde 36), Villach mit dem Intercity 2 Stunden 22; Busse nach Fohnsdorf (18 Minuten) und Trieben (85 Minuten).
Die wichtigsten Verbindungen ab Judenburg. Zum Vergrößern anklicken.

Umsteigen und Anschlüsse

  • Bahnsteige: Gleis 1 liegt am Hausbahnsteig vor dem Bahnhofsgebäude, Gleis 2 und 3 an einem Mittelbahnsteig. Eine Unterführung mit Stiegen und zwei Aufzügen führt dorthin. Der Mittelbahnsteig ist 55 Zentimeter hoch, der Hausbahnsteig laut OpenStreetMap 38 Zentimeter.
  • Graz: In den geraden Stunden ohne Umsteigen mit dem Interregio, sonst mit Umstieg in Bruck an der Mur.
  • Wien: Außer mit den beiden Intercity steigt man in Bruck an der Mur in die Fernzüge nach Wien um.
  • Linz und Salzburg: Es gibt keine direkten Züge. Die schnellste Verbindung mit Umstieg zeigt der ÖBB-Fahrplan.
  • Fahrradmitnahme: In der S-Bahn und den Interregios mit Fahrradticket möglich.
Balkendiagramm der Fahrzeiten ab Judenburg: Zeltweg mit der S 8 6 Minuten, Knittelfeld 12, Unzmarkt 15, Fohnsdorf mit dem Bus 18, Leoben Hauptbahnhof mit dem Interregio 33, Bruck an der Mur 44, Kapfenberg 58. Fernziele: Graz Hauptbahnhof 1 Stunde 27, Klagenfurt 1 Stunde 36, Villach 2 Stunden 22, Wien Hauptbahnhof 2 Stunden 48.
Fahrzeiten ab Judenburg. Zum Vergrößern anklicken.

Busse

Die Busse halten an der Haltestelle „Judenburg Bahnhof“ an der Bahnhofstraße, rund 55 Meter östlich des Bahnhofsgebäudes; Steige sind nicht ausgewiesen. Eine weitere Haltestelle, „Stahlwerk / Bahnhof“, liegt an der Bundesstraße B 77 weiter östlich. An einem Werktag fahren am Bahnhof rund 145 Busse ab.

  • Linie 1 nach Knittelfeld: jede halbe Stunde zur Minute 20 und 50 über Zeltweg nach Knittelfeld (30 bis 35 Minuten).
  • Linie 1 in die Stadt: jede halbe Stunde zur Minute 9 und 39 zur Robert-Stolz-Gasse (13 bis 16 Minuten).
  • Linie 2: etwa 20-mal am Tag nach Fohnsdorf zum Stadion (18 bis 21 Minuten), dazu Fahrten in die Stadt und Rundfahrten über Fohnsdorf und den Sillweg zurück zur Robert-Stolz-Gasse (rund 65 Minuten).
  • Linie 871: zweimal am Tag über Pöls nach Trieben (85 bis 92 Minuten).
  • Linie 872: Schulbus, vor allem in der Früh und zu Mittag.

Andere Regionallinien, etwa 850, 862 und 863, fahren laut OpenStreetMap vom Busbahnhof in der Postgasse, rund 800 Meter südwestlich in der Stadt. Mit den Filtern im Monitor lassen sich die Busse getrennt von den Zügen anzeigen.


Orientierung am Bahnhof

Die Gleise verlaufen von Westsüdwesten nach Ostnordosten. Das zweigeschoßige Bahnhofsgebäude mit Satteldach und einem flachen Vorbau mit langem Vordach, ÖBB-Logo und Uhr steht an der Südseite der Gleise an der Bahnhofstraße. Westlich davon liegt der ÖBB-Parkplatz, östlich die Bushaltestelle. Weiter östlich führt ein Anschlussgleis ins Stahlwerk.

Der Hausbahnsteig ist laut OpenStreetMap rund 147 Meter lang, der Mittelbahnsteig rund 350 Meter. Bei Judenburg passiert die Bahn laut Wikipedia eine Talenge der Mur; östlich davon liegt das breite Aichfeld mit Zeltweg und Knittelfeld.

Die Mur fließt rund 210 Meter südlich des Bahnhofs. Die Altstadt liegt jenseits des Flusses auf einer Terrasse, rund 30 Meter höher als der Bahnhof. Wie man hinaufkommt, steht im Abschnitt „Hinauf in die Altstadt“.


Services

  • Fahrkarten: Einen Schalter gibt es nicht, nur Fahrkartenautomaten.
  • Warten und WC: Warteraum täglich von 3:40 bis 0:45 Uhr. WC, barrierefreies WC und Wickelmöglichkeit sind rund um die Uhr offen. Dazu Snack- und Getränkeautomaten.
  • Barrierefreiheit: Die ÖBB stufen den Bahnhof in Stufe 1 ein, er ist also ohne Hilfe benützbar. Zum Mittelbahnsteig gibt es Aufzüge.

Individualverkehr

  • Parken: Der ÖBB-Parkplatz westlich des Bahnhofsgebäudes ist laut ÖBB kostenlos; Zufahrt über die Bahnhofstraße.
  • Taxi: Laut ÖBB gibt es Taxis am Bahnhof.
  • Fahrrad: Fahrradgarage, dazu zwei überdachte Radhäuschen mit je 15 Plätzen neben dem Gebäude.

Einkaufsmöglichkeiten

Ein Geschäft oder Lokal nennt die ÖBB-Seite für den Bahnhof nicht, es gibt Snack- und Getränkeautomaten. Zum Einkaufen geht man in die Altstadt rund um den Hauptplatz, rund 700 Meter südlich, oder man nimmt den Stadtbus.


Rund um den Bahnhof

Die Entfernungen sind Luftlinie ab dem Bahnhof; zu Fuß ist der Weg wegen der Brücke und der Steigung länger.

  • Mur: rund 210 Meter südlich.
  • Magdalenakirche: rund 610 Meter südöstlich.
  • Stadtmuseum: rund 650 Meter, in der Kaserngasse.
  • Puchmuseum: rund 700 Meter, am Murtalerplatz, zu Johann Puch und den Zwei- und Vierrädern der Puch-Werke.
  • Hauptplatz: rund 705 Meter südlich, das Rathaus rund 710 Meter.
  • Stadtpfarrkirche St. Nikolaus und Stadtturm: rund 750 Meter, siehe den nächsten Abschnitt.
  • Busbahnhof Postgasse: rund 800 Meter südwestlich.

Hinauf in die Altstadt

Judenburg ist eine alte Stadt: 1074 wird ein Markt „Judinburch“ erwähnt, das Stadtrecht stammt von 1224. Im Mittelalter war die Stadt ein Handelsplatz für das obersteirische Eisen und trieb Handel bis Venedig; der Judenburger Gulden gilt als erste Goldmünze Österreichs. Die Altstadt liegt auf einem Geländesporn über der Mur, der Bahnhof dagegen unten im Talboden. Zu Fuß geht man vom Bahnhof nach Süden über die Murbrücke der B 77 oder die Radwegbrücke daneben, beide rund 380 Meter vom Bahnhof entfernt, und dann über Gassen und Stiegen hinauf, etwa über die Langganggasse oder den Klostersteig. Wer nicht steigen will, nimmt den Stadtbus.

Wahrzeichen der Stadt ist der knapp 76 Meter hohe Stadtturm neben der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus, die keinen eigenen Kirchturm hat. Der Turm wurde im 15. Jahrhundert begonnen und war Glocken- und Feuerwachturm; seine heutige Form erhielt er nach dem letzten Großbrand 1840. In 50 Metern Höhe ist ein Planetarium eingebaut, und seit 2007 gibt es jedes Jahr einen Stiegenlauf über die 256 Stufen. Gleich in der Nähe liegt das Puchmuseum.

Zeitleiste: 11. November 1866 Konzession der Kronprinz Rudolf-Bahn; Oktober 1868 Eröffnung Leoben–Villach; 1884 der Staat übernimmt den Betrieb; 1906 Gründung der Gußstahlwerke; 1910 bis 1914 Gleislose Bahn; 1981 Schließung des Stahlwerks abgewendet; Dezember 2016 S-Bahn S 8 bis Unzmarkt; 14. Dezember 2025 Koralmbahn, Interregio statt Railjet.
Zeitleiste von 1866 bis heute. Zum Vergrößern anklicken.

Historisches

Am 11. November 1866 erhielt die Kronprinz Rudolf-Bahn die Konzession für eine Bahn von St. Valentin unter anderem über St. Michael, Judenburg und Friesach nach Villach. Der Abschnitt von Leoben über St. Michael nach Villach ging 1868 in Betrieb; ein Gedenkstein am Bahnhof erinnert an die Eröffnung im Oktober 1868. Gebaut hat die Strecke das Unternehmen der Gebrüder Klein, Chefarchitekt war Otto Thienemann. Weil die Bahn weniger einbrachte als erwartet, übernahm 1884 der Staat den Betrieb.

1906 wurden in Judenburg die Steirischen Gußstahlwerke gegründet, heute Stahl Judenburg. Für den Standort dürfte laut Wikipedia die Anbindung an die Rudolfsbahn gesprochen haben. 1981 sollte das Werk geschlossen werden; die Belegschaft drohte mit einer Fahrt aller Stahlarbeiter in Sonderzügen zu einer Demonstration nach Wien, und die Schließung wurde abgewendet. Von 1910 bis 1914 fuhr in der Stadt die Gleislose Bahn Judenburg, einer der ersten Oberleitungsbusse Österreichs.

Das Stahlwerk wurde rasch groß: Zu Beginn des Ersten Weltkriegs arbeiteten rund 700 Menschen dort, Ende 1961 waren es 2.300. 1995 wurde das Unternehmen privatisiert und an die deutsche Georgsmarienhütte verkauft; es fertigt heute vor allem Blank- und Stabstahl, Hauptabnehmer ist die Autoindustrie. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übergaben die Briten auf der Murbrücke in Judenburg 1.683 Kosaken-Offiziere an den sowjetischen Geheimdienst; daran erinnert der „Kosakenstein“ neben der Brücke.

Seit Dezember 2016 gehört die Strecke von St. Michael bis Unzmarkt zur S-Bahn Steiermark (S 8). Seit dem 14. Dezember 2025 fahren die Fernzüge zwischen Graz und Klagenfurt über die Koralmbahn. Durch Judenburg fährt seither stündlich ein Interregio zwischen Bruck, Leoben und Klagenfurt, dazu zwei Intercity am Tag zwischen Wien und Villach. Fahrgastzahlen ließen sich nicht finden.

(Quellen: Judenburg, Kronprinz Rudolf-Bahn, Rudolfsbahn und Stahl Judenburg auf de.wikipedia.org, bahnhof.oebb.at, Folder „Die Koralmbahn bringts“ des Landes Steiermark (verkehr.steiermark.at), OpenStreetMap, ÖBB-Fahrplan Scotty, Abfragen für Montag, 19. Oktober und 16. November 2026)


Häufige Fragen zum Bahnhof Judenburg

Wie komme ich von Judenburg nach Graz?

In den geraden Stunden zur Minute 48 mit dem Interregio ohne Umsteigen in 1 Stunde 27 Minuten. Sonst mit Umstieg in Bruck an der Mur.

Wie komme ich nach Klagenfurt?

Stündlich zur Minute 13 mit dem Interregio in 1 Stunde 36 Minuten.

Gibt es direkte Züge nach Wien?

Ja, zwei Intercity am Tag, um 7:06 und 17:06 Uhr, in 2 Stunden 48 Minuten. Sonst steigt man in Bruck an der Mur um.

Wie weit ist es vom Bahnhof zum Hauptplatz?

Rund 700 Meter Luftlinie nach Süden, über die Mur und dann bergauf in die Altstadt.

Gibt es am Bahnhof einen Fahrkartenschalter?

Nein, Fahrkarten gibt es am Automaten, in der ÖBB-App oder online.

Wie komme ich mit dem Bus nach Knittelfeld?

Mit der Linie 1 jede halbe Stunde über Zeltweg in 30 bis 35 Minuten. Mit der S 8 sind es nur 12 Minuten.


Datum letzte Änderung: 06.10.2026, Fehler entdeckt? Sag Bescheid!



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