Alle Bahnhöfe in Kärnten, die auf bahnhofmonitor.at eine eigene Seite haben, auf der Karte und alphabetisch. Jede Bahnhofseite zeigt die Abfahrten und Ankünfte live mit Bahnsteig und Verspätung, dazu Lageplan, Umstiege, Busse und die Geschichte des Bahnhofs.
Karte der Bahnhöfe in Kärnten
Bahnhöfe in Kärnten von A bis Z
- Klagenfurt9020
- Spittal-Millstättersee9800
- St. Veit an der Glan9300
- Velden am Wörther See9220
- Villach9500
- Wolfsberg9400
Das Bahnnetz in Kärnten
Warum Villach und nicht Klagenfurt der Knoten wurde
Kärntens erste Bahn kam aus Marburg, dem heutigen Maribor. Die Südbahn-Gesellschaft eröffnete 1863 den Bahnhof Klagenfurt, ein Jahr später ging die Strecke bis Villach in Betrieb. Eigentlich hätte Klagenfurt das Zentrum der Kärntner Eisenbahnen werden sollen, doch die Stadtväter lehnten ab, und so übernahm Villach diese Rolle. Dort laufen fünf Richtungen zusammen: die Strecken aus Klagenfurt und Graz, aus Salzburg über die Tauernbahn, aus dem Drautal sowie aus Italien und Slowenien. Villach ist der letzte große österreichische Bahnhof vor diesen beiden Ländern, nach Italien geht es über Arnoldstein. An der Strecke zwischen Klagenfurt und Villach liegt Velden am Wörther See. Der Ort verdankt seinen Aufstieg zum Ferienort zu einem guten Teil der Eisenbahn, mit ihr kamen ab 1864 viele Gäste an den See. Das Aufnahmsgebäude entstand um 1865 aus Töschlinger Marmor.
Über die Tauern und durchs Drautal
Im Westen ist Spittal-Millstättersee der wichtigste Umsteigeknoten Oberkärntens. Hier trifft die Tauernbahn aus Salzburg auf die Drautalbahn zwischen Villach und Lienz, die am 20. November 1871 bis Franzensfeste eröffnet wurde. Die Tauernbahn ist eine 79 Kilometer lange Gebirgsbahn mit bis zu 30 Promille Steigung und führt durch den 8.371 Meter langen Tauerntunnel. Ihr Südabschnitt ging am 5. Juli 1909 in Betrieb. Danach bekam der Bahnhof den Zusatz „Millstättersee“, und dem Fremdenverkehr am See brachte die neue Verbindung einen ersten Aufschwung. Das bis 1906 errichtete Aufnahmsgebäude steht unter Denkmalschutz.
Rudolfsbahn: drei Richtungen ab St. Veit
Von Norden erreichte 1868 die Rudolfsbahn Kärnten, mit der Strecke von Leoben über St. Michael nach Villach. 1869 folgte die Strecke von St. Veit nach Klagenfurt. In St. Veit an der Glan teilt sich die Rudolfsbahn bis heute: nach Süden geht es nach Klagenfurt, nach Norden über Friesach nach Leoben und nach Westen über Feldkirchen nach Villach. Der heutige Bahnhof entstand von 1911 bis 1913 nach Plänen des Architekten Hans Granichstaedten und steht unter Denkmalschutz. Der erste St. Veiter Bahnhof lag weiter westlich: Im heutigen Westbahnhof steht das Museumsheizhaus der Nostalgiebahnen in Kärnten.
Koralmbahn: der kurze Weg nach Graz
Der Kärntner Abschnitt der Koralmbahn ist seit Dezember 2023 in Betrieb, seit 14. Dezember 2025 fahren die Züge durch den Koralmtunnel bis Graz. Davor fuhren die Fernzüge zwischen Wien und Klagenfurt über Leoben, Friesach und St. Veit, nun nehmen sie den Weg über Graz. Wolfsberg, das Zentrum des Lavanttals, liegt nicht direkt an der neuen Strecke, sondern rund 15 Kilometer nördlich des Bahnhofs St. Paul im Lavanttal. Dort zweigt die Lavanttalbahn von der Koralmbahn ab. Ihr erster Zug fuhr am 4. Oktober 1879 von Unterdrauburg nach Wolfsberg. Nördlich von Wolfsberg gibt es seit Dezember 2017 keinen Personenverkehr mehr, über den Obdacher Sattel fahren nur noch Güterzüge mit Diesellokomotiven.
Quellen: die verlinkten Bahnhofseiten auf bahnhofmonitor.at, auf denen alle Einzelquellen genannt sind, vor allem Wikipedia: Villach Hauptbahnhof, Klagenfurt Hauptbahnhof, Koralmbahn, Drautalbahn, Bahnhof Spittal-Millstättersee, Tauernbahn, Bahnhof St. Veit an der Glan, Rudolfsbahn, Lavanttalbahn, Bahnhof St. Paul im Lavanttal.
Bahnhöfe in den anderen Bundesländern findest du auf der Seite Bahnhöfe.