Alle Bahnhöfe in Tirol, die auf bahnhofmonitor.at eine eigene Seite haben, auf der Karte und alphabetisch. Jede Bahnhofseite zeigt die Abfahrten und Ankünfte live mit Bahnsteig und Verspätung, dazu Lageplan, Umstiege, Busse und die Geschichte des Bahnhofs.
Karte der Bahnhöfe in Tirol
Bahnhöfe in Tirol von A bis Z
Das Bahnnetz in Tirol
Innsbruck: wo sich zwei Bahnachsen kreuzen
Die erste Eisenbahn in Westösterreich war die Strecke von Kufstein nach Innsbruck, eröffnet am 24. November 1858. Der Innsbrucker Bahnhof war damals ein Kopfbahnhof. Mit der Brennerbahn wurde er 1867 zum Durchgangsbahnhof, 1883 kam die Arlbergbahn dazu. Heute kreuzen sich hier zwei große Bahnachsen: von Wien und Salzburg nach Vorarlberg und in die Schweiz und von München über den Brenner nach Italien. Vor dem Hauptbahnhof fährt auch die Stubaitalbahn nach Fulpmes ab.
Unterinntal: Grenze, Abzweig und Güterzüge
Nach Osten führt die Unterinntalbahn bis Kufstein, dem Grenzbahnhof zwischen Tirol und Bayern. Schon 1851 hatten Österreich und Bayern das in einem Staatsvertrag festgelegt. Die Railjets nach Salzburg und Wien fahren von dort über das „Deutsche Eck“ bei Rosenheim, ohne in Deutschland zu halten. Der wichtigste Knoten auf dem Weg ist Wörgl: Hier zweigt die Salzburg-Tiroler-Bahn über Kitzbühel und Zell am See ab. Mit ihrer Eröffnung 1875 wurde Wörgl der erste Eisenbahnknoten im Westen Österreichs, acht Jahre vor Innsbruck. Heute hat Wörgl die zweitgrößte Bahnanlage Westösterreichs. Zwischen Baumkirchen und Radfeld fahren die Güterzüge auf der Unterinntal-Neubaustrecke. An der Salzburg-Tiroler-Bahn liegt St. Johann in Tirol. Im Volksmund heißt die Strecke Giselabahn, nach Erzherzogin Gisela, der zweiten Tochter von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth.
Arlbergbahn: durchs Oberinntal zur Ostrampe
Nach Westen folgt die Arlbergbahn dem Oberinntal. Der Abschnitt von Innsbruck nach Landeck ging am 1. Juli 1883 in Betrieb, die ganze Strecke bis Bludenz eröffnete Kaiser Franz Joseph I. am 20. September 1884. Der Bahnhof Telfs-Pfaffenhofen liegt südlich des Inns und gehört zur Nachbargemeinde Pfaffenhofen. Seit dem Start der S-Bahn Tirol im Dezember 2007 endet hier eine ihrer Verbindungen. In Landeck-Zams beginnt die Ostrampe zum Arlberg; schwere Züge bekamen hier Vorspann- oder Schiebelokomotiven. Nahe dem Bahnhof liegt das Westportal des Zammer Tunnels von 1999, rund 1,3 Kilometer westlich überquert die Bahn den Inn auf einem rund 190 Meter langen Viadukt. Regionalzüge über den Arlberg gibt es seit 2010 nicht mehr. Landeck sollte außerdem Ausgangspunkt einer zweiten großen Alpenbahn werden, über den Reschenpass nach Mals. Gebaut wurde erst im Ersten Weltkrieg; als die Arbeiten im November 1918 endeten, war etwa ein Fünftel der Strecke fertig.
Osttirol: Anschluss über Kärnten und Südtirol
Von Lienz gibt es keine direkte Bahnverbindung nach Innsbruck mehr. Hier treffen sich die Drautalbahn aus Kärnten und die Pustertalbahn aus Südtirol. Die Strecke von Villach über Lienz nach Franzensfeste wurde am 20. November 1871 eröffnet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie geteilt, Südtirol kam zu Italien. Ab 1946 fuhren Korridorzüge von Innsbruck über den Brenner, Franzensfeste und durch das Pustertal nach Lienz. Die letzten verkehrten am 15. Dezember 2013, seither verbindet ein Bus Lienz mit Innsbruck.
Quellen: die verlinkten Bahnhofseiten auf bahnhofmonitor.at, auf denen alle Einzelquellen genannt sind, vor allem Wikipedia: Bahnhof Kufstein, Innsbruck Hauptbahnhof, Wörgl Hauptbahnhof, Arlbergbahn, Bahnhof Landeck-Zams, Bahnhof Lienz, Drautalbahn, Pustertalbahn.
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