Gramatneusiedl

Der Fahrplanmonitor – live.

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Bahnhof

Adresse: 2440 Gramatneusiedl, Am Bahnhof 1, Niederösterreich

Der Bahnhof Gramatneusiedl liegt an der Ostbahn von Wien nach Bruck an der Leitha, am nördlichen Rand des Ortes; zum Hauptplatz sind es rund 730 Meter. Hier zweigt die Pottendorfer Linie ab. Mit dem REX ist man in 16 Minuten am Wien Hauptbahnhof, Richtung Osten fahren Züge ins Nordburgenland, nach Eisenstadt und nach Bratislava. An einem Werktag fahren rund 150 Züge ab, dazu rund 100 Busse vom Vorplatz. Der Monitor oben zeigt alle Abfahrten und Ankünfte live, mit Bahnsteig und Verspätung.

Lageplan des Bahnhofs Gramatneusiedl, Norden oben: Die Gleise laufen von Nordwesten nach Südosten, mit den Mittelbahnsteigen 1/2 und 3/4. Das Bahnhofsgebäude liegt südlich der Gleise, von dort führt eine Fußgängerbrücke mit Aufzügen zu den Bahnsteigen. Daneben liegen die Bussteige A1/A2, B und C und eine überdachte Radabstellanlage, westlich entlang der Straße Am Bahnhof das Park & Ride. Im Süden liegt der Ortskern mit Hauptplatz, Pfarrkirche und Gemeindeamt.
Lageplan nach OpenStreetMap: Bahnhof Gramatneusiedl mit Fußgängerbrücke, Bussteigen am Vorplatz, Park & Ride und dem rund 730 Meter entfernten Hauptplatz. Zum Vergrößern anklicken.
Das zweigeschoßige, apricotfarbene Bahnhofsgebäude von Gramatneusiedl mit weißen Lisenen, links eine überdachte Fahrradabstellanlage, davor eine Straße mit Halteverbotsschild, bewölkter Himmel
Das Bahnhofsgebäude im September 2017, vor dem Umbau 2022 bis 2024. Foto: Karl Gruber, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Zum Vergrößern anklicken.

Aktuell

Pottendorfer Linie gesperrt: Von 26. Jänner 2026 bis 11. Dezember 2027 wird die Pottendorfer Linie in mehreren Abschnitten umgebaut. Bis 12. Dezember 2026 ist der Abschnitt Wampersdorf – Wiener Neustadt gesperrt; die S 60 endet deshalb in Wampersdorf, weiter fahren Ersatzbusse. Wie die Züge ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 fahren, ist noch nicht veröffentlicht. (ÖBB-Baustelleninformation)


Linien und Verbindungen

Alle Abfahrtsminuten und Fahrzeiten gelten für Werktage laut ÖBB-Fahrplan im Oktober und November 2026. Richtung Wien fahren die Züge meist von Gleis 3, Richtung Osten von Gleis 2. Fernzüge halten hier nicht.

  • REX nach Wien: stündlich zur Minute 26, in der Früh auch zur Minute 56, in 16 Minuten nach Wien Hauptbahnhof. Dazu fährt der REX 6 der Raaberbahn ab 10 Uhr stündlich zur Minute 0 in 15 Minuten zum Hauptbahnhof und in der Früh einige REX 62.
  • S 60 Richtung Wien: meist stündlich zur Minute 48, am Nachmittag auch zur Minute 18, über Wien Hauptbahnhof (21 Minuten) und Meidling (28 Minuten) auf die Pottendorfer Linie bis Wampersdorf (56 bis 69 Minuten). Am Vormittag fahren zur Minute 18 zusätzlich Züge, die am Hauptbahnhof enden.
  • S 60 nach Bruck an der Leitha: jede halbe Stunde zur Minute 11 und 41 in 20 Minuten.
  • REX 63 ins Nordburgenland: stündlich zur Minute 34 über Bruck (12 Minuten) und Parndorf (17 Minuten) nach Neusiedl am See (24 Minuten) und Pamhagen (64 Minuten); fünf Züge am Tag fahren bis Fertőszentmiklós in Ungarn.
  • REX 64 nach Eisenstadt: stündlich zur Minute 34 in 53 Minuten. REX 63 und REX 64 fahren als ein Zug, der unterwegs geteilt wird.
  • REX 6 nach Bratislava: 12-mal am Tag über Kittsee nach Bratislava-Petržalka (43 bis 49 Minuten).

Erste und letzte Züge: An Werktagen fährt der erste Zug um 4:48 Uhr Richtung Wien, der letzte REX nach Wien um 23:26 Uhr. Richtung Osten fahren die letzten Züge kurz nach 23 Uhr, der REX nach Neusiedl und Eisenstadt um 23:34 Uhr. Direkte Züge zum Flughafen Wien, nach Budapest oder nach St. Pölten gibt es nicht.

Liniengrafik ab Gramatneusiedl: REX nach Wien Hauptbahnhof (16 Minuten), S 60 nach Wien Meidling (28 Minuten) und über die Pottendorfer Linie nach Wampersdorf (56 Minuten); nach Osten REX über Bruck an der Leitha (12 Minuten) und Parndorf (17 Minuten) nach Neusiedl am See (24 Minuten) und Pamhagen (64 Minuten), REX 64 nach Eisenstadt (53 Minuten), REX 6 nach Bratislava-Petržalka (43 Minuten); Busse zum Flughafen Wien (40 Minuten), nach Ebreichsdorf (27 Minuten) und nach Marienthal (4 Minuten).
Die wichtigsten Verbindungen ab Gramatneusiedl. Zum Vergrößern anklicken.

Umsteigen und Anschlüsse

  • Bahnsteige: Der Bahnhof hat zwei Mittelbahnsteige mit Gleis 1/2 und 3/4, je rund 220 Meter lang und seit dem Umbau überdacht. Erreichbar sind sie nur über eine überdachte Fußgängerbrücke mit Aufzügen.
  • Wien: Am Hauptbahnhof Anschluss an die Fernzüge und die U-Bahn; die S 60 hält auch in Meidling.
  • Flughafen: Mit dem Zug über Wien, oder direkt mit den Bussen 221 und 222 in 40 bis 45 Minuten.
  • Burgenland: Nach Neusiedl am See, Pamhagen und Eisenstadt fährt man ohne Umsteigen.
  • Fahrradmitnahme: In der S-Bahn und den REX-Zügen mit Fahrradticket möglich.
Balkendiagramm der Fahrzeiten ab Gramatneusiedl: Marienthal mit dem Bus 4 Minuten, Bruck an der Leitha mit dem REX 12, Wien Hauptbahnhof 16, Neusiedl am See 24, Ebreichsdorf mit dem Bus 27, Wien Meidling mit der S 60 28, Flughafen Wien mit dem Bus 40, Bratislava-Petržalka mit dem REX 6 43. Weitere Ziele: Eisenstadt 53 Minuten, Wampersdorf 56, Pamhagen 1 Stunde 4, Fertőszentmiklós 1 Stunde 16.
Fahrzeiten ab Gramatneusiedl. Zum Vergrößern anklicken.

Busse

Die Busse halten auf dem Vorplatz südlich der Gleise an den Steigen A1, A2, B und C. An einem Werktag fahren rund 100 Busse ab, viele davon nur wenige Male am Tag.

  • Steig A1: 248 nach Schwadorf und Margarethen am Moos (43 bis 52 Minuten), 18-mal am Tag.
  • Steig A2: 226 nach Himberg (26 bis 34 Minuten) und Ebreichsdorf (28 bis 32 Minuten).
  • Steig B: 221 nach Guntramsdorf (32 Minuten), zum Flughafen Wien (40 Minuten) oder nach Fischamend; 222 nach Ebreichsdorf, zum Flughafen (45 Minuten) oder nach Fischamend. Dazu das Anrufsammeltaxi nach Mitterndorf an der Fischa (10 Minuten), das man vorher telefonisch bestellt.
  • Steig C: Werkbus „AIT“ nach Seibersdorf (19 Minuten).

Die Busse 222 und 226 halten nach 4 Minuten an der Haltestelle „Gramatneusiedl Marienthal“. Mit den Filtern im Monitor lassen sich die Busse getrennt von den Zügen anzeigen.


Orientierung am Bahnhof

Die Gleise verlaufen von Westnordwesten nach Ostsüdosten. Das Bahnhofsgebäude, der Vorplatz mit den Bussteigen und der Aufgang zur Fußgängerbrücke liegen an der Südseite der Gleise, an der Straße Am Bahnhof. Westlich davon erstreckt sich entlang der Gleise der Park-&-Ride-Platz. Rund 250 Meter östlich unterquert die Bahnstraße die Gleise.

Der Ort liegt südlich des Bahnhofs. Zum Hauptplatz mit Pfarrkirche und Gemeindeamt sind es rund 700 Meter, zur Siedlung Marienthal rund 1,5 Kilometer.


Services

  • Fahrkarten: Einen Schalter gibt es nicht, nur Fahrkartenautomaten.
  • Warten: Überdachte Bahnsteige, ein Wartehäuschen an Steig A, Snack- und Getränkeautomaten. Ein WC nennt die ÖBB-Seite nicht.
  • Barrierefreiheit: Die ÖBB stufen den Bahnhof in Stufe 1 ein, er ist also ohne Hilfe benützbar. Zu den Bahnsteigen führen Aufzüge an der Fußgängerbrücke, die Bahnsteige sind 55 Zentimeter hoch.

Individualverkehr

  • Parken: ÖBB-Parkplatz mit Zufahrt über die Bahnstraße, dazu Behindertenparkplätze beim Gebäude.
  • E-Auto: Ladestation von Smatrics.
  • Taxi: Einen Taxistand nennen weder die ÖBB noch OpenStreetMap.
  • Fahrrad: Fahrradgarage und eine überdachte, zweistöckige Abstellanlage rund 30 Meter vom Eingang.

Einkaufsmöglichkeiten

Am Bahnhof gibt es nur Snack- und Getränkeautomaten. Geschäfte findet man im Ort rund um den Hauptplatz, rund 700 Meter südlich.


Rund um den Bahnhof

Die Entfernungen sind Luftlinie ab dem Eingang an der Südseite; zu Fuß ist der Weg etwas länger.

  • Gemeindeamt: rund 690 Meter.
  • Pfarrkirche hl. Peter und Paul: rund 710 Meter, denkmalgeschützt.
  • Hauptplatz: rund 730 Meter.
  • Ruine Kibitzmühle: rund 770 Meter.
  • Museum Marienthal: rund 1,5 Kilometer, in der Hauptstraße 64, siehe den nächsten Abschnitt.

Im Ort hat der Verein Österreichische Baumfreunde seinen Sitz. Der gemeinnützige Verein setzt sich dafür ein, dass Bäume auf öffentlichem und privatem Grund erhalten und neu gepflanzt werden, und informiert über das richtige Pflanzen und Pflegen. Er vermittelt Baumpatenschaften, verleiht Geräte und Fachbücher, hält Kurse, etwa zur Pflege von Obstbäumen, und betreibt die Baumdatenbank FinBa.

Im Herbst 2017 legten die Baumfreunde mit Förderern und Bürgern einen Obstgarten am unteren Ende der Feldgasse an, im Süden des Ortes. Er ist für alle zugänglich und nutzbar. Jeder der 23 Obstbäume und -sträucher hat einen Paten und eine Nummer. Eine Infotafel nennt die Reifezeiten der Sorten und die Regeln für die Benützung.


Die Arbeitslosen von Marienthal

Zu Gramatneusiedl gehört die Arbeitersiedlung Marienthal. Ab 1820 wurde dort eine Mühle zur ersten Textilfabrik Marienthal ausgebaut, um die Fabrik entstand eine Siedlung. Ab 1929 wurde die Fabrik geschlossen.

Die Soziologen Marie Jahoda, Paul Felix Lazarsfeld und Hans Zeisel untersuchten mit einem Team, was die lange Arbeitslosigkeit mit den Menschen machte. Sie beobachteten, führten Interviews und Zeitprotokolle und boten dafür Kleidersammlungen, ärztliche Sprechstunden, Erziehungsberatung sowie Turn- und Zeichenkurse an. Für jede Familie legten die rund 15 Forscherinnen und Forscher ein eigenes Blatt mit allen Beobachtungen an. Ihre Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ erschien 1933 und gilt laut Wikipedia als Klassiker der empirischen Sozialforschung. Sie zeigte unter anderem, wie sich durch die Hoffnungslosigkeit der Umgang mit der Zeit veränderte, und unterschied vier Haltungen: Ungebrochene, Resignierte, Verzweifelte und Apathische.

1988 zeigte der ORF den Fernsehfilm „Einstweilen wird es Mittag“ von Karin Brandauer über die Studie. An die Studie erinnert seit 2001 eine Gedenktafel am ehemaligen Arbeiterwohnhaus Hauptstraße 52, dazu der Marie-Jahoda-Platz vor dem Gemeindezentrum. Das Museum Marienthal liegt in der Hauptstraße 64, rund 1,5 Kilometer südlich des Bahnhofs. Mit den Bussen 222 und 226 sind es 4 Minuten bis zur Haltestelle „Gramatneusiedl Marienthal“.

Zeitleiste: 1820 Textilfabrik Marienthal; 12. September 1846 Eröffnung Wien–Bruck an der Leitha; 1. September 1871 Bahn nach Wiener Neustadt; 1929 Schließung der Fabrik Marienthal; 1933 Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“; 1970er-Jahre Elektrifizierung der Ostbahn; 1991 Umbau des Bahnhofs; 15. Dezember 2002 Ende der Personenzüge nach Wampersdorf; 2022 bis 2024 Umbau mit Fußgängerbrücke.
Zeitleiste von 1820 bis heute. Zum Vergrößern anklicken.

Historisches

Der Bahnhof wurde am 12. September 1846 mit der Bahn von Wien nach Bruck an der Leitha eröffnet, der heutigen Ostbahn. Anfangs gehörten Werkstätten für Eisenbahnfahrzeuge dazu, bald auch eine Bahnhofswirtschaft. Am 1. September 1871 kam die Bahn von Wiener Neustadt über Ebenfurth, Pottendorf und Mitterndorf nach Gramatneusiedl dazu, danach wurde der Bahnhof vergrößert. Von 1938 bis 1954 gehörte Gramatneusiedl zu Groß-Wien.

In den 1970er-Jahren wurde die Ostbahn elektrifiziert, ab 1975 fuhr die S-Bahn hier im Takt; 1991 wurde der Bahnhof umgebaut. Das 1920 errichtete Personalhaus wurde 2024 abgerissen. Seit dem 15. Dezember 2002 fahren zwischen Gramatneusiedl und Wampersdorf keine Personenzüge mehr; die S 60 fährt heute über Wien Meidling auf die Pottendorfer Linie. Von 2022 bis 2024 bauten die ÖBB den Bahnhof erneut um: Die alte Unterführung wurde entfernt, eine neue Fußgängerbrücke gebaut, und die Bahnsteige bekamen erstmals Dächer. Fahrgastzahlen ließen sich nicht finden.

(Quellen: Bahnhof Gramatneusiedl, Gramatneusiedl, Die Arbeitslosen von Marienthal und Pottendorfer Linie auf de.wikipedia.org, bahnhof.oebb.at, baumfreunde.org, ÖBB-Baustelleninformation, OpenStreetMap, ÖBB-Fahrplan Scotty, Abfragen für Montag, 19. Oktober und 16. November 2026)


Häufige Fragen zum Bahnhof Gramatneusiedl

Wie komme ich von Gramatneusiedl nach Wien?

Stündlich zur Minute 26 mit dem REX in 16 Minuten zum Wien Hauptbahnhof, dazu mit der S 60 und ab 10 Uhr mit dem REX 6.

Fährt die S 60 nach Wiener Neustadt?

Derzeit nicht. Wegen des Umbaus der Pottendorfer Linie endet sie bis 12. Dezember 2026 in Wampersdorf, weiter geht es mit Ersatzbussen.

Wie komme ich nach Neusiedl am See oder Eisenstadt?

Stündlich zur Minute 34 mit dem REX 63 nach Neusiedl (24 Minuten) oder dem REX 64 nach Eisenstadt (53 Minuten), ohne Umsteigen.

Wie komme ich zum Flughafen Wien?

Direkt mit den Bussen 221 oder 222 von Steig B in 40 bis 45 Minuten, die aber nur einige Male am Tag fahren. Sonst mit dem Zug über Wien.

Wie weit ist es nach Marienthal?

Rund 1,5 Kilometer nach Süden. Mit den Bussen 222 und 226 sind es 4 Minuten bis zur Haltestelle Marienthal.

Gibt es am Bahnhof einen Fahrkartenschalter?

Nein, Fahrkarten gibt es am Automaten, in der ÖBB-App oder online.


Datum letzte Änderung: 06.10.2026, Fehler entdeckt? Sag Bescheid!



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