Alle Bahnhöfe in Burgenland, die auf bahnhofmonitor.at eine eigene Seite haben, auf der Karte und alphabetisch. Jede Bahnhofseite zeigt die Abfahrten und Ankünfte live mit Bahnsteig und Verspätung, dazu Lageplan, Umstiege, Busse und die Geschichte des Bahnhofs.
Karte der Bahnhöfe in Burgenland
Bahnhöfe in Burgenland von A bis Z
- Bruck an der Leitha2460
- Deutschkreutz7301
- Eisenstadt7000
- Jennersdorf8380
- Mattersburg7210
- Neusiedl am See7100
Das Bahnnetz in Burgenland
Gebaut, als das Land noch ungarisch war
Die Bahnen im Burgenland sind älter als das Bundesland selbst, das erst 1921 zu Österreich kam. Die Mattersburger Bahn von Wiener Neustadt nach Sopron wurde am 20. August 1847 für den Personenverkehr eröffnet und war die zweite Eisenbahn im damaligen Königreich Ungarn. Gleich nördlich des Bahnhofs Mattersburg überquert sie auf einem rund 20 Meter hohen steinernen Viadukt das Tal der Wulka. Vom Bahnhof Mattersburg aus wird der ganze österreichische Teil der Strecke ferngesteuert. Noch etwas älter ist der Bahnhof Bruck an der Leitha: Als die Bahn 1846 kam, entstand er am rechten Ufer der Leitha und damit auf ungarischem Boden. Deshalb steht er heute in Bruckneudorf im Burgenland, während die Stadt Bruck zu Niederösterreich gehört.
Zwei Knoten im Norden
Bruck liegt an der Ostbahn von Wien Richtung Ungarn, hier zweigt die Strecke über Parndorf nach Neusiedl am See und Bratislava ab. Seit 1979 fahren die Züge aus Wien über die Parndorfer Schleife ohne Richtungswechsel nach Neusiedl. Dort treffen sich die Pannoniabahn nach Eisenstadt und die Neusiedler Seebahn über Pamhagen nach Ungarn. Die Pannoniabahn wurde 1897 als Lokalbahn von Sopron nach Pressburg, dem heutigen Bratislava, eröffnet und trägt ihren Namen seit 2010. Einen Hauptbahnhof hat die Landeshauptstadt nicht, der Bahnhof an der Pannoniabahn ist ihre wichtigste Bahnstation. In Eisenstadt treffen zwei Stromsysteme aufeinander: Richtung Neusiedl fahren die Züge mit 15 Kilovolt der ÖBB, Richtung Wulkaprodersdorf mit 25 Kilovolt der Raaberbahn.
Mit dem Zug durch Ungarn nach Wien
Deutschkreutz im Bezirk Oberpullendorf ist der Endpunkt des Personenverkehrs auf der Burgenlandbahn. Die Strecke von Sopron nach Kőszeg wurde 1908 eröffnet, und als das Burgenland zu Österreich kam, schnitt die neue Grenze sie gleich zweimal. Die Züge der Raaberbahn fahren von Deutschkreutz über Sopron in Ungarn und über Wulkaprodersdorf zurück nach Österreich, weiter nach Wien Meidling und zum Wiener Hauptbahnhof. Elektrisch fahren sie hier seit 2000 mit 25 Kilovolt und 50 Hertz wie in Ungarn, eine Besonderheit im österreichischen Netz.
Im Süden an der Steirischen Ostbahn
Ganz im Süden liegt Jennersdorf an der Steirischen Ostbahn zwischen Graz und dem ungarischen Szentgotthárd. Sie entstand als Teil der Ungarischen Westbahn: 1872 erreichte sie von Szombathely die damalige Staatsgrenze bei Jennersdorf, 1873 ging es weiter nach Graz. Zwischen Fehring und der Grenze ist sie nicht elektrifiziert. Eine direkte Zugverbindung nach Wien oder Eisenstadt gibt es von hier nicht, dafür halten internationale Intercitys mit Wagen der ungarischen Staatsbahn MÁV.
Quellen: die verlinkten Bahnhofseiten auf bahnhofmonitor.at, auf denen alle Einzelquellen genannt sind, vor allem Wikipedia: Bahnhof Bruck an der Leitha, Ostbahn, Pannoniabahn, Neusiedler Seebahn.
Bahnhöfe in den anderen Bundesländern findest du auf der Seite Bahnhöfe.