Der Fahrplanmonitor – live
Aktuelle Abfahrten & Ankünfte am Bahnhof. Filtere nach Zügen, Bussen oder Straßenbahn. Daten in Echtzeit.
Abfahrten
Ankünfte
Inhalt
- Bahnhof
- Aktuell
- Linien und Verbindungen
- Umsteigen und Anschlüsse
- Busknoten Korneuburg
- Orientierung am Bahnhof
- Services
- Individualverkehr
- Einkaufsmöglichkeiten
- Rund um den Bahnhof
- Historisches
- Häufige Fragen
- Kommentarbereich
Bahnhof
Adresse: 2100 Korneuburg, Bahnhofplatz 1, Niederösterreich
Der Bahnhof Korneuburg liegt an der Nordwestbahn von Wien über Stockerau und Retz nach Znojmo, rund 15,6 Kilometer vom ehemaligen Wiener Nordwestbahnhof entfernt. Korneuburg ist Bezirkshauptstadt mit rund 13.800 Einwohnern und liegt am linken Donauufer gleich nördlich von Wien; der Bahnhof steht am Westrand der Altstadt, der Hauptplatz ist in etwa fünf Minuten zu Fuß erreichbar. Hier halten der Regionalexpress REX 3 und die S-Bahn-Linien S 3 und S 4. Tagsüber fahren an Werktagen fünf Züge pro Stunde Richtung Wien, der schnellste ist in 9 Minuten in Floridsdorf und in 17 Minuten am Praterstern. Vor dem Bahnhof liegt ein Busknoten mit acht Linien, darunter der Bus 850 nach Wien Floridsdorf und die beiden Stadtbusse. Die Park-and-Ride-Anlage mit mehr als 700 Stellplätzen ist laut Land voll ausgelastet; ein neues Parkdeck soll bis Mitte 2028 fertig werden.


Aktuell
Stammstreckensperre in Wien (7. September 2026 bis Ende Oktober 2027): Die Wiener S-Bahn-Stammstrecke zwischen Wien Praterstern und Wien Hauptbahnhof ist gesperrt. REX 3, S 3 und S 4 aus Korneuburg enden deshalb in Wien Praterstern, einzelne S 3 schon in Wien Floridsdorf. Normalerweise fahren alle drei Linien über Wien Mitte weiter nach Meidling und Richtung Wiener Neustadt. Wer zum Hauptbahnhof will, steigt am Praterstern in die U1 um, nach Wien Mitte in die Straßenbahnlinie O; Richtung Meidling bietet sich in Floridsdorf die U6 an. Mit REX 3 und U1 dauert die Fahrt vom Bahnhof Korneuburg zum Hauptbahnhof rund 30 Minuten. Details: ÖBB-Baustelleninformation Stammstrecke.
Neues Parkdeck (Fertigstellung Mitte 2028 geplant): Am 3. März 2026 hat die niederösterreichische Landesregierung den Bau eines Parkdecks am Bahnhof beschlossen. Es entstehen 860 Stellplätze direkt am Bahnhof, zusammen mit den übrigen Flächen künftig rund 1.000. Rund 300 heute nur provisorisch angelegte, unbefestigte Plätze werden dabei ersetzt. Die Gesamtkosten liegen bei rund 17 Millionen Euro, das Projekt setzen Land, ÖBB und Stadtgemeinde gemeinsam um. Details: Presseinformation des Landes Niederösterreich.
Ausbau der Nordwestbahn (Planung seit März 2026): Nördlich von Stockerau ist die Nordwestbahn großteils eingleisig. Die ÖBB planen dort einen abschnittsweise zweigleisigen Ausbau bis Retz mit höheren Geschwindigkeiten; die Fertigstellung wird um 2032 erwartet. Für Fahrgäste aus Korneuburg Richtung Hollabrunn und Retz soll das kürzere Fahrzeiten und weniger Verspätungen bringen.
Linien und Verbindungen
Drei Zuglinien bedienen Korneuburg. Tagsüber fahren an Werktagen Richtung Wien Züge zur Minute 08, 13, 25, 43 und 55, Richtung Stockerau zur Minute 03, 20 und 33.
- REX 3 Znojmo – Retz – Hollabrunn – Stockerau – Korneuburg – Wien: Der schnelle Zug der Nordwestbahn. Richtung Wien stündlich zur Minute 08, Halt nur noch in Wien Floridsdorf (9 Minuten), Ankunft Wien Praterstern nach 17 Minuten. Richtung Norden stündlich zur Minute 20: Stockerau nach 7 Minuten, Hollabrunn nach 24, Retz nach 52 Minuten; etwa jeder zweite Zug fährt weiter nach Znojmo (1 Stunde 16 Minuten).
- S 3 Hollabrunn – Stockerau – Korneuburg – Wien: Hält in allen Stationen. Richtung Wien zur Minute 25 bis Wien Praterstern (Floridsdorf nach 16, Praterstern nach 25 Minuten). Die zusätzlichen S 3 zur Minute 13 und 43 fahren derzeit nur bis Wien Floridsdorf (15 Minuten), dort weiter mit der S 2 oder der U6. Richtung Norden zur Minute 03 bis Hollabrunn (Stockerau 10 Minuten, Hollabrunn 35 Minuten).
- S 4 Absdorf-Hippersdorf – Stockerau – Korneuburg – Wien: Richtung Wien meist zur Minute 55 mit allen Halten bis Wien Praterstern (25 Minuten), manche Stunden fährt zu dieser Minute eine S 3. Richtung Norden meist zur Minute 33 über Stockerau (10 Minuten) nach Absdorf-Hippersdorf (26 Minuten), wo die Franz-Josefs-Bahn erreicht wird.
- R 3: In der Früh und am Nachmittag einzelne Regionalzüge, etwa um 6:35 und 7:35 Uhr Richtung Wien (Praterstern nach 20 Minuten) und um 16:47 Uhr Richtung Stockerau.
- Regionalbusse: Acht Linien vom Bahnhofplatz, unter anderem nach Wien Floridsdorf, Stockerau und Ernstbrunn, siehe Abschnitt Busknoten.
Der erste Zug Richtung Wien fährt an Werktagen um 4:40 Uhr (S 3), der REX 3 folgt um 4:54 Uhr. Die letzte S 3 nach Wien fährt um 23:55 Uhr. Von Wien Praterstern zurück nach Korneuburg fahren am späten Abend die S 3 um 22:38 und 23:38 Uhr, der REX 3 um 23:02 Uhr und ein letzter REX 3 um 0:02 Uhr (Ankunft 0:19 Uhr). Am Wochenende ist der Takt dünner. Die genauen Abfahrten mit Verspätungen und Bahnsteigen zeigt der Monitor oben auf dieser Seite.

Umsteigen und Anschlüsse
- Bahnsteige: Planmäßig fahren die Züge Richtung Wien von Bahnsteig 2 und die Züge Richtung Stockerau von Bahnsteig 1. Alle Bahnsteige erreicht man über den Personentunnel mit Stiegen und Aufzügen. Die Spalte „Steig“ im Monitor zeigt den tatsächlichen Bahnsteig.
- REX 3 oder S-Bahn? Wer nach Floridsdorf oder zum Praterstern will, nimmt den REX 3 zur Minute 08: Er ist zum Praterstern 8 Minuten schneller als die S-Bahn. Nach Bisamberg (3 Minuten), Langenzersdorf, Strebersdorf und Jedlersdorf fährt nur die S-Bahn, ebenso nach Leobendorf-Burg Kreuzenstein (2 Minuten) und Spillern.
- Richtung Hauptbahnhof und Wien Mitte: Mit dem REX 3 zum Praterstern und weiter mit der U1 zum Hauptbahnhof, gesamt rund 30 Minuten. Wien Mitte erreicht man über die U1 und U4 oder mit der Straßenbahnlinie O in rund 31 bis 34 Minuten.
- Richtung Meidling und Westen: Mit dem REX 3 bis Wien Floridsdorf und weiter mit der U6, Meidling in rund 41 Minuten.
- Richtung Flughafen Wien: Scotty schlägt den REX 3 mit Umstieg in einen Flughafenbus vor (knapp eine Stunde) oder die S 3 mit U1 und Zug ab dem Hauptbahnhof (rund eine Stunde).
- Richtung Tulln: Mit dem REX 3 nach Stockerau und weiter mit dem Bus 140, gesamt rund 32 Minuten. Über Wien dauert es etwa doppelt so lange.
- Richtung Wolkersdorf und Mistelbach: Mit der S-Bahn bis Wien Floridsdorf und dort in die S 2 Richtung Wolkersdorf (gesamt rund 44 Minuten) und weiter Richtung Mistelbach.
- Richtung Retz und Znojmo: REX 3 zur Minute 20, Retz nach 52 Minuten, Znojmo etwa alle zwei Stunden nach 1 Stunde 16 Minuten. In Znojmo Anschluss Richtung Brünn.
- Fahrradmitnahme: In REX 3, S 3 und S 4 möglich, ein Fahrradticket ist erforderlich.

Busknoten Korneuburg
Die Busse halten auf dem Bahnhofplatz vor dem Aufnahmegebäude an den Steigen A bis F. Von hier fahren folgende Linien des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR) ab:
- 850 Korneuburg – Bisamberg – Langenzersdorf – Wien Floridsdorf, tagsüber mehrmals pro Stunde, bis Floridsdorf rund 34 Minuten
- 830 Korneuburg – Leobendorf – Stockerau, teils über Unterrohrbach oder das Landesklinikum
- 831 Korneuburg – Stockerau, teils von und nach Kleinwilfersdorf
- 853 Korneuburg – Bisamberg – Enzersfeld
- 857 Korneuburg – Harmannsdorf – Großrußbach – Ernstbrunn – Pyhra bei Gnadendorf
- 858 Korneuburg – Stetten – Ernstbrunn, bis Ernstbrunn rund 41 bis 44 Minuten
- Stadtbus 1 Bahnhof – Hauptplatz – Industriegebiet – An der Landesbahn – Bahnhof
- Stadtbus 2 Bahnhof – Alte Schiffswerft – Landesklinikum – Bahnhof
Der Bus 850 ist die wichtigste Linie: Er fährt auch über den Korneuburger Hauptplatz und ist eine Alternative zur Bahn nach Bisamberg und Langenzersdorf. Die Linien ins Weinviertel (853, 857, 858) fahren vor allem zu Schul- und Pendlerzeiten, am Wochenende nur wenige Kurse. Die Abfahrten aller Busse zeigt der Monitor oben, wenn der Filter „Bus“ aktiviert ist.

Orientierung am Bahnhof
Das Aufnahmegebäude mit seiner Glasfront und dem weit vorgezogenen Flachdach steht auf der Ostseite der Gleise am Bahnhofplatz, also auf der Seite der Altstadt. Direkt davor liegen die Bussteige A bis F. Im Gebäude befinden sich der Warteraum, die Bäckerei Felber, ein Geldautomat, die WC-Anlage und die beiden Fahrkartenautomaten beim Abgang zum Personentunnel. Der Tunnel führt mit Stiegen und Aufzügen zu den Bahnsteigen und weiter auf die Westseite des Bahnhofs. Nördlich des Gebäudes liegt am Bahnhofplatz das Park-and-Ride-Parkhaus, weitere Stellflächen ziehen sich entlang der Gleise nach Norden; dort befinden sich auch die Ladestation und das Rail-and-Drive-Carsharing. Zum Hauptplatz geht man vom Bahnhofplatz rund 400 Meter nach Osten, das sind etwa fünf Minuten. Zur ehemaligen Schiffswerft an der Donau sind es Richtung Südwesten gut zehn Minuten zu Fuß oder vier Minuten mit dem Stadtbus 2.
Services
- Fahrkarten: Fahrkartenschalter im Aufnahmegebäude und zwei Fahrkartenautomaten beim Abgang zum Personentunnel; Tickets auch in der ÖBB-App und in der VOR-App
- Öffentliche Verkehrsmittel: Zug (ÖBB: REX 3, S 3, S 4, R 3), sechs VOR-Regionalbuslinien, zwei Stadtbuslinien
- Warteraum: im Aufnahmegebäude
- WC-Anlagen: vorhanden, mit barrierefreiem WC und Wickelmöglichkeit
- Barrierefreiheit: Aufzüge zu allen Bahnsteigen; die ÖBB stufen den Bahnhof in die beste Kategorie ein, eine selbstständige Benützung ist möglich. Wer Hilfe beim Ein- oder Aussteigen braucht, meldet das beim ÖBB-Mobilitätsservice an
- Verpflegung: Bäckerei Felber im Aufnahmegebäude, Snack- und Getränkeautomaten; am Bahnhofplatz mehrere Lokale
- Geldautomat: im Aufnahmegebäude
- E-Mobilität: Ladestation von Smatrics und ÖBB-Rail-and-Drive-Carsharing mit Elektroautos am Bahnhofplatz
- Rauchfrei: Der gesamte Bahnhof ist rauchfrei, er ist videoüberwacht
Individualverkehr
- Park & Ride: laut Land Niederösterreich 705 Pkw- und 517 Zweiradstellplätze im Parkhaus am Bahnhofplatz und auf den Flächen nördlich des Bahnhofs, ein Teil davon provisorisch und unbefestigt. Seit 2022 gilt ein schrankenloses Zufahrtssystem: Das Kennzeichen wird bei der Einfahrt erfasst, bei der Ausfahrt scannt man sein gültiges Ticket. Für Bahnfahrer mit gültigem Ticket ist das Parken kostenlos. Laut Land ist die Anlage vollständig ausgelastet; das neue Parkdeck soll ab Mitte 2028 Abhilfe schaffen. Über „nahallo!“ gibt es reservierte Plätze für Fahrgemeinschaften.
- Bike & Ride: überdachte Fahrradabstellanlagen am Bahnhof, dazu eine frei zugängliche Fahrrad-Servicestation mit Luftpumpe
- Leihräder: Nextbike-Niederösterreich-Station am Bahnhof
- Anreise mit dem Auto: Über die Donauufer Autobahn A22, die zwischen Wien-Floridsdorf und Stockerau an Korneuburg vorbeiführt. Der Bahnhof liegt am Westrand der Innenstadt, Zufahrt über den Bahnhofplatz.
- Taxi: mehrere Taxiunternehmen in Korneuburg, Bestellung telefonisch
- Radfahren: Korneuburg liegt am Donauradweg am Nordufer der Donau; nach Norden führen Radrouten ins Weinviertel, etwa die Weinradroute Donau–Veltliner
Einkaufsmöglichkeiten
- Im Bahnhof: Bäckerei Felber mit Kaffee und Gebäck, Snack- und Getränkeautomaten
- Hauptplatz und Stockerauer Straße: das Geschäftszentrum der Stadt mit Bäckereien, Apotheke, Banken, Bekleidungsgeschäften und Gastronomie, etwa fünf Gehminuten vom Bahnhof
- Supermärkte: Spar am Hauptplatz 6–7 (rund 400 Meter), Billa Plus in der Jahnstraße 2, Penny und Lidl in der Wiener Straße 40 und 42, Hofer in der Laaer Straße 77
Rund um den Bahnhof
Korneuburg ist eine alte Handelsstadt an der Donau und heute Bezirkshauptstadt und Wohnort vieler Wien-Pendler. Die Altstadt mit dem Hauptplatz liegt gleich östlich des Bahnhofs, die frühere Schiffswerft südwestlich davon an der Donau. Vom Bahnhof ist das Zentrum in etwa fünf Minuten zu Fuß erreichbar.
- Hauptplatz mit Rathaus und Stadtturm: Das neugotische Rathaus wurde 1894/95 gebaut und schließt den spätgotischen Stadtturm aus der Mitte des 15. Jahrhunderts ein. Der Turm ist das Wahrzeichen der Stadt.
- Augustinerkirche: Die Kirche des ehemaligen Augustinerklosters in der Stockerauer Straße wurde ab 1745 im Stil des Spätbarocks neu gebaut. Bekannt ist der Hochaltar mit dem „Letzten Abendmahl“ von Franz Anton Maulbertsch.
- Stadtpfarrkirche St. Ägyd: Gotische Kirche am Kirchenplatz mit einem Chor aus dem 14. Jahrhundert, im 19. Jahrhundert umgestaltet.
- Alte Schiffswerft: Von 1852 bis 1993 baute und reparierte die Werft Donauschiffe, darunter Schiffe für den Bodensee. Vier Hallen stehen unter Denkmalschutz, auf dem Gelände finden Veranstaltungen statt. Ein großes Bauprojekt ist seit der Insolvenz des Entwicklers 2024 ins Stocken geraten. Vom Bahnhof gut zehn Minuten zu Fuß oder mit dem Stadtbus 2.
- Stadtmuseum: Das Museum des Museumsvereins zeigt die Geschichte der Stadt; geöffnet sonntags von 9 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung.
- Burg Kreuzenstein: Die Burg über Leobendorf wurde 1645 von den Schweden zerstört und von 1874 bis 1906 von Graf Johann Nepomuk Wilczek als romantische Musterburg wieder aufgebaut. Mit der S 3 in 2 Minuten nach Leobendorf-Burg Kreuzenstein, dann gut eine halbe Stunde bergauf zu Fuß. Besichtigung von April bis Oktober nur mit Führung.
- Bisamberg: Der Hausberg zwischen Korneuburg und Wien mit Wanderwegen, Trockenrasen und Weingärten; Bisamberg ist mit der S-Bahn in 3 Minuten oder mit dem Bus 850 erreichbar.
- ErlebnisZug Leiser Berge: Auf der früheren Lokalbahn von Korneuburg nach Ernstbrunn fahren an Samstagen von Mai bis Oktober Nostalgiezüge, die in Wien Praterstern beginnen und über Korneuburg in die Leiser Berge fahren.
- Ausflüge mit der Bahn: In 7 Minuten nach Stockerau, in 24 Minuten nach Hollabrunn, in 52 Minuten nach Retz mit Windmühle und Erlebniskeller und in 1 Stunde 16 Minuten nach Znojmo. Wien Praterstern mit Prater ist 17 Minuten entfernt.
Historisches
Korneuburg entstand um 1114 als Handelsplatz am linken Donauufer, gegenüber von Klosterneuburg, mit dem es zunächst eine Einheit bildete. Um 1300 trennte Herzog Albrecht I. die beiden Orte, 1311 ist das erste Stadtrecht belegt. Im Spätmittelalter war Korneuburg ein wichtiger Umschlagplatz für den Donauhandel, um 1445 entstand der Stadtturm. Im Dreißigjährigen Krieg besetzten 1645 die Schweden die Stadt, bei der Rückeroberung 1646 wurde sie schwer beschädigt.
Die Eisenbahn kam früh: Am 26. Juli 1841 fuhr erstmals ein Zug der Kaiser Ferdinands-Nordbahn auf der Flügelbahn von Floridsdorf über Korneuburg nach Stockerau. Die Österreichische Nordwestbahn kaufte die Strecke 1871 und verlängerte sie nach Znaim; ab dem 1. Juli 1872 lief der Verkehr durchgehend vom Wiener Nordwestbahnhof aus. Am 22. September 1874 ging eine Zweigbahn vom Bahnhof zur Donaulände in Betrieb, über die Güter aufs Schiff umgeladen wurden. Die 1852 gegründete Werft der Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft machte Korneuburg zur Industriestadt. Am 26. November 1904 eröffnete die Lokalbahn nach Ernstbrunn, die einen eigenen Lokalbahnhof neben dem Staatsbahnhof erhielt. 1909 wurde die Nordwestbahn verstaatlicht.
Am 18. Mai 1930 legten die Heimwehren in Korneuburg den „Korneuburger Eid“ ab, ein Bekenntnis gegen die parlamentarische Demokratie. Nach dem Zweiten Weltkrieg fuhren die Züge ab 1959 nicht mehr zum Nordwestbahnhof, sondern über Floridsdorf zum Praterstern. Am 17. Jänner 1962 wurde die Strecke von Floridsdorf bis Stockerau elektrifiziert und Korneuburg in die Wiener Schnellbahn einbezogen. Den Personenverkehr nach Ernstbrunn stellten die ÖBB am 28. Mai 1988 ein, im November 1993 schloss nach 141 Jahren die Schiffswerft.
Im Jahr 2009 kündigte das Land einen Umbau um rund 12 Millionen Euro an: neuer Personentunnel, zwei Aufzüge, ein neuer Randbahnsteig und ein neu gestalteter Bahnhofsvorplatz. Seit diesem Umbau ist der Bahnhof barrierefrei. Im April 2022 wurde die Park-and-Ride-Anlage um rund 200 Plätze erweitert und das schrankenlose Zufahrtssystem eingeführt. Seit Dezember 2022 betreibt die Regiobahn die Strecke nach Ernstbrunn für Ausflugszüge. 2026 folgten der Beschluss für das neue Parkdeck und der Planungsstart für den Ausbau der Nordwestbahn.
(Quellen: Korneuburg, Nordwestbahn (Österreich), Lokalbahn Korneuburg–Hohenau, Schiffswerft Korneuburg und Burg Kreuzenstein auf de.wikipedia.org, bahnhof.oebb.at, NLK 2009 (Umbau), NLK 2026 (Parkdeck), vienna.at (Park & Ride), ErlebnisZug Leiser Berge, korneuburg.gv.at, VOR, ÖBB-Fahrplan)

Häufige Fragen zum Bahnhof Korneuburg
Wie lange dauert die Fahrt von Korneuburg nach Wien?
Mit dem REX 3 zur Minute 08 dauert es 9 Minuten nach Wien Floridsdorf und 17 Minuten nach Wien Praterstern. Die S 3 und die S 4 brauchen bis zum Praterstern 25 Minuten. Tagsüber fahren an Werktagen fünf Züge pro Stunde Richtung Wien.
Warum fahren die Züge aus Korneuburg derzeit nur bis Wien Praterstern?
Von 7. September 2026 bis Ende Oktober 2027 ist die Wiener S-Bahn-Stammstrecke zwischen Praterstern und Hauptbahnhof gesperrt. REX 3, S 3 und S 4 enden am Praterstern, einzelne S 3 schon in Floridsdorf. Zum Hauptbahnhof geht es am Praterstern mit der U1 weiter, gesamt rund 30 Minuten ab Korneuburg.
Ist das Parken am Bahnhof Korneuburg kostenlos?
Ja, für Bahnfahrer. Die Park-and-Ride-Anlage hat laut Land 705 Pkw-Plätze; bei der Einfahrt wird das Kennzeichen erfasst, bei der Ausfahrt das gültige Ticket gescannt. Die Anlage ist stark ausgelastet, ein neues Parkdeck mit 860 Plätzen soll bis Mitte 2028 fertig sein.
Wie komme ich von Korneuburg zur Burg Kreuzenstein?
Mit der S 3 zur Minute 03 oder der S 4 zur Minute 33 in 2 Minuten nach Leobendorf-Burg Kreuzenstein, dann rund eine halbe Stunde zu Fuß bergauf zur Burg. Die Burg kann von April bis Oktober nur mit Führung besichtigt werden.
Wie komme ich vom Bahnhof ins Zentrum von Korneuburg?
Der Hauptplatz liegt rund 400 Meter östlich des Bahnhofs, zu Fuß sind das etwa fünf Minuten. Wer nicht gehen möchte, nimmt den Bus 850 oder den Stadtbus 1, die beide am Hauptplatz halten.
Gibt es am Bahnhof Korneuburg einen Warteraum, ein WC und einen Fahrkartenschalter?
Ja. Im Aufnahmegebäude gibt es einen Warteraum, eine WC-Anlage mit barrierefreiem WC und Wickelmöglichkeit, einen Fahrkartenschalter, zwei Fahrkartenautomaten, einen Geldautomaten und die Bäckerei Felber. Aufzüge führen zu allen Bahnsteigen.
Datum letzte Änderung: 23.10.2026, Fehler entdeckt? Sag Bescheid!
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