Alle Bahnhöfe in Oberösterreich, die auf bahnhofmonitor.at eine eigene Seite haben, auf der Karte und alphabetisch. Jede Bahnhofseite zeigt die Abfahrten und Ankünfte live mit Bahnsteig und Verspätung, dazu Lageplan, Umstiege, Busse und die Geschichte des Bahnhofs.
Karte der Bahnhöfe in Oberösterreich
Bahnhöfe in Oberösterreich von A bis Z
- Attnang-Puchheim4800
- Bad Ischl4820
- Braunau am Inn5280
- Eferding4070
- Freistadt4240
- Gmunden4810
- Linz4020
- Ried im Innkreis4910
- Schärding4780
- Steyr4400
- Vöcklabruck4840
- Wels4600
Das Bahnnetz in Oberösterreich
Erst Pferde, dann die Westbahn
Lange vor der Westbahn fuhr in Oberösterreich schon eine Eisenbahn, gezogen von Pferden. Ab 1835 führte die Pferdeeisenbahn von Budweis nach Gmunden mitten durch Wels und brachte vor allem Salz aus dem Salzkammergut. Nahe dem heutigen Bahnhof Freistadt ist ein Damm ihrer Trasse erhalten. Am 1. August 1860 war die Westbahn von Linz bis Salzburg durchgehend befahrbar. Wichtigster Bahnhof des Landes ist der Linzer Hauptbahnhof. Dort treffen sich die Westbahn, die Pyhrnbahn Richtung Kirchdorf und Graz, die Summerauerbahn Richtung Freistadt und Prag und die Linzer Lokalbahn nach Eferding.
Umsteigen in Wels und Attnang-Puchheim
In Wels zweigen von der Westbahn die Strecke nach Passau und die Almtalbahn nach Grünau ab. Weil die Passauer Bahn hier und nicht in Linz an die Westbahn angeschlossen wurde, ist Wels seit 1861 ein Knoten. Einer der wichtigsten Umsteigeknoten des Landes ist Attnang-Puchheim. Dort zweigt die Salzkammergutbahn über Gmunden und Bad Ischl ins Ennstal ab, nach Norden fährt die Hausruckbahn über Ried im Innkreis nach Schärding. In Vöcklabruck beginnt die nur 8,8 Kilometer lange Kammerer Bahn an den Attersee. Am 21. April 1945 griffen rund 300 amerikanische Flugzeuge den Bahnknoten Attnang-Puchheim an; in der Gemeinde starben mindestens 700 Menschen.
Über den Inn nach Bayern, über Freistadt nach Prag
Im Innviertel kreuzt die Hausruckbahn in Ried die Innkreisbahn von Neumarkt-Kallham nach Braunau am Inn. Ried war damit die erste Stadt in Oberösterreich mit einem vollständigen Hauptbahnknoten, dem „Rieder Kreuz“. In Braunau trifft außerdem die Mattigtalbahn aus Richtung Salzburg ein. Westlich des Bahnhofs führt die Innkreisbahn auf einer rund 400 Meter langen Brücke nach Simbach in Bayern, die Grenze liegt in der Mitte der Brücke. Schärding liegt an der Passauer Bahn, die seit 1861 durchgehend von Wels bis Passau befahren wird. Im Mühlviertel führt die Summerauerbahn über Freistadt an die tschechische Grenze und weiter nach Prag. Der Bahnhof Freistadt liegt allerdings nicht in der Stadt, sondern rund 2,5 Kilometer entfernt in der Ortschaft Trölsberg.
Lokalbahn, Traunseetram und Schmalspur
Die Linzer Lokalbahn betreibt Stern & Hafferl, nicht die ÖBB; in Eferding hat das Unternehmen Remise, Werkstätte und Betriebsleitung. Die Bahn fuhr von Anfang an elektrisch, der Abschnitt Linz–Eferding ging 1912 in Betrieb. In Gmunden beginnt direkt im Bahnhof die Traunseetram, die über den Rathausplatz bis Vorchdorf fährt. Ihr ältester Teil, die Straßenbahn von 1894, war die dritte elektrische Bahn Österreichs. Nach Bad Ischl fuhr von 1893 bis 1957 die schmalspurige Salzkammergut-Lokalbahn aus Salzburg. Steyr liegt an der Rudolfsbahn, die nach St. Valentin und in die andere Richtung das Ennstal hinauf führt. Die Steyrtalbahn gilt als älteste Schmalspurbahn Österreichs; auf einem Abschnitt fahren heute Dampfzüge als Museumsbahn.
Quellen: die verlinkten Bahnhofseiten auf bahnhofmonitor.at, auf denen alle Einzelquellen genannt sind, vor allem Wikipedia: Wels Hauptbahnhof, Bahnhof Attnang-Puchheim, Westbahn, Salzkammergutbahn, Linz Hauptbahnhof, Innkreisbahn, Bahnhof Braunau am Inn, Mattigtalbahn, Linzer Lokalbahn, Bahnhof Eferding, Bahnhof Gmunden, Bahnhof Bad Ischl, Salzkammergut-Lokalbahn, Rudolfsbahn, Steyrtalbahn.
Bahnhöfe in den anderen Bundesländern findest du auf der Seite Bahnhöfe.