Wien Hauptbahnhof

Der Fahrplanmonitor – live.

Aktuelle Abfahrten & Ankünfte am Bahnhof. Filtere nach Zügen, Bussen oder Straßenbahn. Daten in Echtzeit.

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Bahnhof

Adresse: 1100 Wien, Am Hauptbahnhof 1

Der Wiener Hauptbahnhof liegt im 10. Bezirk am Südtiroler Platz, auf dem Gelände des früheren Süd- und Ostbahnhofs. Er ist der meistgenutzte Fernbahnhof Österreichs: Täglich fahren hier mehr als 1.000 Züge ab und an, darunter alle Fernzüge der ÖBB, die durch Wien fahren. Railjets fahren stündlich nach Linz und Salzburg sowie nach Graz und Klagenfurt, dazu kommen Züge nach München, Prag, Budapest und Bratislava, Nachtzüge in halb Europa und eine Viertelstunde Fahrzeit zum Flughafen. Unter dem Bahnhof und rund um den Vorplatz halten die U1, die Straßenbahnen D, O und 18, Stadtbusse und zahlreiche Regionalbusse ins Burgenland und nach Niederösterreich. Der Monitor oben zeigt alle Abfahrten und Ankünfte live, vom Nachtzug bis zum Bus, mit Bahnsteig und Verspätung. Weil an einem so großen Knoten sehr viel fährt, lohnt sich die Auswahl „30“ und der Filter nach Verkehrsmitteln.

Abfahrtsmonitor Wien Hauptbahnhof: Lageplan des Wiener Hauptbahnhofs nach einer Kartenvorlage, Norden oben: im Norden der Wiedner Gürtel mit der unterirdischen S-Bahn (Bahnsteig 1 und 2) und Straßenbahn 18, links oben die U1-Station Südtiroler Platz – Hauptbahnhof mit Fußweg zur Haupthalle; die Haupthalle mit BahnhofCity und Reisezentrum, davor Haupteingang, Straßenbahn O und Bus 13A und 69A; in der Mitte die schräg liegende Bahnsteighalle mit den Bahnsteigen 3 und 4 bis 11 und 12; eine Passage unter den Gleisen zum Südeingang an der Straße Am Hauptbahnhof mit Taxi und Kiss and Ride; im Osten die Halle Ost an der Karl-Popper-Straße mit Straßenbahn D; dazu Favoritenstraße, Sonnwendgasse, Gerhard-Bronner-Straße, Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße, Canettistraße, Arsenalstraße, Busbahnhof, Radstation und Garage.
Lageplan nach einer Kartenvorlage: Eingänge, Bahnsteige, U1, Straßenbahn und Bus. Zum Vergrößern anklicken.

Aktuell

Stammstreckensperre (7. September 2026 bis Ende Oktober 2027): Die S-Bahn-Stammstrecke zwischen Hauptbahnhof und Praterstern ist gesperrt. Vom Hauptbahnhof fahren deshalb derzeit keine Züge über Quartier Belvedere, Rennweg und Wien Mitte in den Norden. Züge aus dem Süden wie die S 1 und der CJX 9 beginnen und enden laut Abfahrtstafel am Bahnsteig 1 in der Tieflage. Zum Praterstern kommt man am schnellsten mit der U1 in neun Minuten und steigt dort in die S-Bahn nach Floridsdorf und ins Weinviertel um. Laut ÖBB werden ihre Fahrkarten in dieser Zeit auch auf den Ersatzwegen anerkannt: auf der U1 zwischen Praterstern und Hauptbahnhof, auf der Straßenbahn O und auf U2 und Straßenbahn 18 über das Stadion.

Flughafen während der Sperre: Die S 7 fährt nicht vom Hauptbahnhof. Zum Flughafen fahren hier der REX 7 und die Fernzüge (Railjet, Intercity), die laut ÖBB weiterhin über den Hauptbahnhof geführt werden. Fern- und Regionalzüge auf den oberen Bahnsteigen 3 bis 12 fahren wie gewohnt. Details: ÖBB-Baustelleninformation Stammstrecke.

Haupteingang des Wiener Hauptbahnhofs am Südtiroler Platz: Glasfassade mit großer Uhr und dem Schriftzug Wien Hauptbahnhof unter einem weit auskragenden Vordach, links das rote ÖBB-Logo, dahinter Bürotürme, davor der gepflasterte Vorplatz mit Pflanzentrögen (KI-Nachbildung nach einem Foto)
Der Haupteingang am Südtiroler Platz. KI-Nachbildung nach einem Foto, leicht bearbeitet. Zum Vergrößern anklicken.

Linien und Verbindungen

Der Hauptbahnhof ist Fernbahnhof, Regionalbahnhof und Stadtbahnhof in einem. Die Fahrzeiten gelten für Werktage tagsüber laut ÖBB-Fahrplan (ab 5. Oktober 2026).

  • Fernzüge Richtung Westen: Railjet, Intercity und Eurocity nach St. Pölten (29 bis 33 Minuten), Linz (1 Stunde 15 Minuten mit dem Railjet Xpress), Salzburg (rund 2 Stunden 25 Minuten) und Innsbruck (rund 4 Stunden 35 Minuten); einzelne Züge weiter nach Bregenz, Zürich und München.
  • Fernzüge Richtung Süden: Railjet nach Wiener Neustadt (31 Minuten), Graz (2 Stunden 26 bis 36 Minuten) und Klagenfurt (3 Stunden 10 bis 33 Minuten), einzelne weiter nach Villach und Italien; dazu Züge der WESTbahn nach Graz und Villach.
  • Richtung Flughafen Wien: Railjet und Intercity in 14 bis 17 Minuten, der REX 7 zur Minute 23 und 53 in 22 Minuten.
  • Regionalzüge Richtung Süden: CJX 9 zur Minute 55 nach Baden (21 Minuten), Wiener Neustadt (33 Minuten) und Payerbach-Reichenau, REX 1 über Meidling und Mödling (19 Minuten) nach Wiener Neustadt, dazu S 1, S 2 und S 80 nach Liesing (14 bis 15 Minuten) und Mödling.
  • Richtung Osten und Burgenland: REX 6 und REX 64 nach Bruck an der Leitha (27 bis 28 Minuten), weiter nach Neusiedl am See, Eisenstadt (rund eine Stunde) und Bratislava-Petržalka, S 60 nach Bruck an der Leitha (40 Minuten).
  • Richtung Marchfeld und Bratislava: REX 8 zur Minute 14 über Marchegg nach Bratislava hl. st. (56 Minuten), R 81 nach Marchegg, S 80 nach Aspern Nord (21 Minuten).
  • Richtung Norden: REX 1 nach Gänserndorf (39 Minuten) und Bernhardsthal; ins übrige Weinviertel derzeit mit der U1 zum Praterstern und weiter mit S-Bahn oder REX, etwa nach Wolkersdorf in 39 bis 45 Minuten und nach Hollabrunn in rund 55 Minuten.
  • U-Bahn, Straßenbahn und Bus: siehe Abschnitt U-Bahn, Straßenbahn und Bus.

Der erste Fernzug nach Linz fährt werktags um 4:57 Uhr, der erste nach Graz um 5:24 Uhr. Die letzten Abfahrten liegen kurz vor halb zwölf in der Nacht: um 23:24 Uhr nach Graz und um 23:28 Uhr nach Linz. Danach fahren nur noch Nachtzüge. Alle Abfahrten mit Bahnsteig, Verspätung und Zuglauf zeigt der Monitor oben auf dieser Seite.

Liniengrafik ab Wien Hauptbahnhof: nach Westen Meidling 5 Minuten, St. Pölten 29 Minuten, Linz 1 Stunde 15 Minuten und Salzburg 2 Stunden 25 Minuten; nach Süden Mödling 19 Minuten (REX 1), Baden 21 Minuten (CJX 9), Wiener Neustadt 31 Minuten, Graz 2 Stunden 26 Minuten und Klagenfurt 3 Stunden 10 Minuten; Flughafen Wien mit dem Railjet in 14 bis 17 Minuten, mit dem REX 7 in 22 Minuten; Bruck an der Leitha 27 Minuten und Budapest 2 Stunden 53 Minuten; Bratislava mit dem REX 8 in 56 Minuten; Prag 4 Stunden 13 Minuten; mit der U1 zum Stephansplatz in 6 und zum Praterstern in 9 Minuten, nach Floridsdorf mit Umstieg in 21 Minuten.
Verbindungen ab dem Hauptbahnhof mit Fahrzeiten. Zum Vergrößern anklicken.

Umsteigen und Anschlüsse

  • Bahnsteige: Die Bahnsteige 3 bis 12 liegen oben in Hochlage unter dem großen Rautendach, die Bahnsteige 1 und 2 der S-Bahn-Stammstrecke unterirdisch beim Wiedner Gürtel. Laut Wikipedia nutzen die Züge der Marchegger Ostbahn vor allem 3 und 4, die Fernzüge Richtung West- und Südbahn 5 bis 8 und jene Richtung Nord- und Ostbahn sowie zum Flughafen 9 bis 12. Die Bahnsteige sind so lang, dass mehrere Züge hintereinander stehen können; eine Angabe wie „8A-B“ nennt dann den Abschnitt. Den tatsächlichen Bahnsteig zeigt die Spalte „Steig“ im Monitor.
  • Richtung Innenstadt: mit der U1 zum Stephansplatz in sechs Minuten.
  • Richtung Meidling: mit fast jedem Zug Richtung Süden oder Westen in fünf Minuten.
  • Richtung Westbahnhof: mit der Straßenbahn 18 in 16 Minuten oder mit U1 und U3 in 16 bis 17 Minuten.
  • Richtung Praterstern und Floridsdorf: mit der U1 zum Praterstern in neun Minuten, nach Floridsdorf mit U1 und S-Bahn in rund 21 Minuten.
  • Richtung Hütteldorf: mit U1 und U4 in rund 24 Minuten.
  • Richtung Flughafen: mit Railjet, Intercity oder REX 7 (siehe oben) oder mit dem Vienna Airport Bus (Linie 1) in rund 25 Minuten.
  • Fahrradmitnahme: In S-Bahn und Regionalzügen mit Fahrradticket, in Fernzügen nur mit reserviertem Fahrradstellplatz, soweit angeboten; in der U-Bahn zu den Zeiten, die die Wiener Linien dafür vorsehen.
Balkendiagramm der Fahrzeiten ab dem Hauptbahnhof. In Wien und Umgebung: Meidling 5 Minuten, Stephansplatz 6, Praterstern 9, Flughafen 14, Westbahnhof 16, Mödling 19, Floridsdorf 21, Baden 21, Bruck an der Leitha 27, St. Pölten 29, Wiener Neustadt 31, Bratislava 56. Fernziele: Linz 1 Stunde 15 Minuten, Salzburg 2 Stunden 25, Graz 2 Stunden 26, Budapest 2 Stunden 53, Klagenfurt 3 Stunden 10, Prag 4 Stunden 13, München rund 4 Stunden 15, Innsbruck 4 Stunden 34 Minuten.
Fahrzeiten ab dem Hauptbahnhof, in Wien und zu Fernzielen. Zum Vergrößern anklicken.

U-Bahn, Straßenbahn und Bus

Die Haltestellen der Wiener Linien liegen nicht alle direkt am Bahnhof. Wer mit Gepäck umsteigt, sollte vor allem für die U1 ein paar Minuten einrechnen.

  • U1 (Station Südtiroler Platz – Hauptbahnhof): Richtung Stephansplatz, Praterstern und Leopoldau sowie Richtung Reumannplatz und Oberlaa. Die Station liegt rund 440 Meter von den Bahnsteigen entfernt und ist durch eine unterirdische Passage mit der Haupthalle verbunden; zu Fuß sind es etwa sechs bis sieben Minuten.
  • Straßenbahn 18 (Haltestelle Hauptbahnhof, unterirdisch am Gürtel): Richtung Westbahnhof und Burggasse-Stadthalle sowie Richtung St. Marx und Stadion
  • Straßenbahn O (Südtiroler Platz): Richtung Rennweg, Wien Mitte und Praterstern bis zur Bruno-Marek-Allee, in die andere Richtung zur Raxstraße
  • Straßenbahn D (Haltestelle Hauptbahnhof Ost, Karl-Popper-Straße): Richtung Belvedere, Ring und Innenstadt sowie zur Absberggasse; erreichbar über die östlichen Abgänge der Bahnsteige
  • Bus 13A und 69A (Vorplatz Nord): 13A über Wiedner Hauptstraße und Mariahilfer Straße zur Skodagasse, 69A durch das Sonnwendviertel nach Simmering
  • Regionalbusse (Busbahnhof am Südtiroler Platz): unter anderem die Linien 200 und 210 nach Eisenstadt sowie weitere Linien ins Burgenland, ins Industriezentrum NÖ-Süd und nach Mariazell

Die Liste der Regionalbusse folgt Wikipedia und der Abfahrtstafel; viele dieser Linien fahren nur wenige Male am Tag. Mit den Filtern im Monitor lassen sich U-Bahn, Straßenbahn und Bus getrennt anzeigen.


Orientierung am Bahnhof

Der Hauptbahnhof hat drei Eingänge, die alle zu sämtlichen Bahnsteigen führen. Der Haupteingang liegt im Norden am Südtiroler Platz: Hinter der Glasfassade mit der großen Uhr beginnt die Haupthalle, rund 130 Meter lang, mit den Geschäften der BahnhofCity, dem Reisezentrum und dem Weg zur U1. Von der Haupthalle zweigt nach Süden die breite Passage unter den Gleisen ab, von der Rolltreppen, Stiegen und Aufzüge zu den westlichen Enden aller Bahnsteige hinaufführen. Am anderen Ende dieser Passage liegt der Südeingang beim Vorplatz „Am Hauptbahnhof“ an der Sonnwendgasse, mit Taxistand und Kiss-and-Ride-Plätzen. Der dritte Zugang ist die Halle Ost an der Karl-Popper-Straße, am östlichen Ende der Bahnsteige. Dort gibt es keine Geschäfte, aber die Haltestelle der Straßenbahn D. Die Bahnsteige selbst liegen rund sieben Meter über der Straße. Vor dem Haupteingang halten Straßenbahn O und die Busse 13A und 69A, am westlichen Rand des Südtiroler Platzes liegt der Busbahnhof für die Regionalbusse.


Services

  • Reisezentrum: ÖBB-Personenkassa täglich 5:45 bis 22:30 Uhr, Information täglich 6 bis 23 Uhr; dazu zahlreiche Fahrkartenautomaten in den Hallen und auf den Bahnsteigen.
  • Warteraum: täglich von 4 Uhr früh bis 1:30 Uhr in der Nacht; dazu Sitzplätze in der Haupthalle und in der Passage.
  • ÖBB Lounge: vorhanden, vor allem für Reisende der 1. Klasse.
  • Gepäck: Schließfächer, laut ÖBB auch größere Multifunktionsfächer. Kofferkulis gibt es am Hauptbahnhof nicht.
  • Fundbüro: Montag bis Donnerstag 7:30 bis 12 Uhr und 14 bis 16:30 Uhr, Freitag 7:30 bis 13:30 Uhr.
  • WC: vorhanden.
  • Barrierefreiheit: Aufzüge und Rolltreppen zu allen Bahnsteigen; laut Wikipedia 14 Personenaufzüge und 29 Rolltreppen. Die ÖBB stufen den Bahnhof in Stufe 2 ein: Hilfestellung wird zumindest in Teilbereichen empfohlen und lässt sich bei der ÖBB vorab anmelden.
  • WLAN: kostenlos im Netz „OEBB-station“.
  • Weiteres: Geldautomaten, Defibrillator und Notrufsäulen.

Individualverkehr

  • Parkgarage: Unter dem Bahnhof betreibt WIPARK eine kostenpflichtige Garage mit rund 630 Plätzen und 13 Ladepunkten. Die Zufahrt erfolgt über die Gerhard-Bronner-Straße, vom Wiedner Gürtel und von der Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße. Wer in der BahnhofCity um mindestens 10 Euro einkauft, parkt laut BahnhofCity zwei Stunden gratis.
  • Abholen und Bringen: Kiss-and-Ride-Plätze und Taxistand am Südeingang (Am Hauptbahnhof, Sonnwendgasse). Der Haupteingang am Südtiroler Platz ist mit dem Auto nicht direkt anfahrbar.
  • Rad: Seit 2016 gibt es an der Westseite des Bahnhofs, in der Straßenunterführung am Radweg, eine große Radstation mit überwachten Abstellplätzen und Werkstätte; dazu frei zugängliche Radständer an mehreren Stellen. WienMobil Rad hat eine Station am Bahnhof.
  • Weitere Angebote: ÖBB Rail&Drive (Mietauto) und E-Scooter von Lime und Voi.
  • Autoreisezüge: Das Verladeterminal für Autoreisezüge liegt östlich des Bahnhofs an der Arsenalstraße, mit eigener Zufahrt.

Einkaufsmöglichkeiten

In der BahnhofCity Wien Hauptbahnhof gibt es laut Betreiber mehr als 80 Geschäfte und Lokale auf zwei Ebenen, vor allem in der Haupthalle und in der Passage unter den Gleisen. Für Lebensmittel gibt es Interspar und Interspar pronto, für Drogeriewaren dm und Bipa, dazu Bäckereien, Imbisse und Lokale. Laut BahnhofCity haben die Geschäfte Montag bis Freitag von 9 bis 21 Uhr und am Samstag, Sonntag und Feiertag von 9 bis 18 Uhr geöffnet, die Gastronomie an Sonn- und Feiertagen bis 21 Uhr; einzelne Betriebe haben abweichende Zeiten. Mehr Auswahl bietet die Favoritenstraße, eine der großen Einkaufsstraßen Wiens. Ihre Fußgängerzone rund um Keplerplatz und Reumannplatz ist mit der U1 eine bis zwei Stationen entfernt.


Rund um den Bahnhof

Rund um den Hauptbahnhof sind auf dem früheren Bahngelände zwei neue Stadtteile entstanden: nördlich und östlich das Quartier Belvedere mit Büros und dem Erste Campus, südlich das Sonnwendviertel mit Wohnungen, Schulen und einem großen Park. Das alte Favoriten mit der Favoritenstraße schließt im Süden an, im Norden liegen der Schweizergarten und das Belvedere.

  • Markuslöwe in der Haupthalle: Der geflügelte Löwe aus Sandstein stammt vom Dach des zweiten Südbahnhofs (1873, Bildhauer Josef Leimer) und erinnerte an die Bahnverbindung nach Venedig. Er steht seit 2014 neben dem Haupteingang.
  • Installation „SUED“: In der Passage zur U1 hängen vier Wandbilder des Künstlers Franz Graf (2012), auf Glas gedruckt.
  • Schweizergarten: Der Park liegt nordöstlich des Bahnhofs, an seinem Rand steht das Museum Belvedere 21.
  • Schloss Belvedere: Das Obere Belvedere mit der Klimt-Sammlung erreicht man mit der Straßenbahn D ab Hauptbahnhof Ost in wenigen Stationen oder zu Fuß durch den Schweizergarten.
  • Heeresgeschichtliches Museum: im Arsenal, östlich des Bahnhofs jenseits der Arsenalstraße.
  • Helmut-Zilk-Park: der große Park des Sonnwendviertels, südlich der Gleise.
  • Favoritenstraße und Reumannplatz: Fußgängerzone mit Geschäften und Lokalen, mit der U1 eine bis zwei Stationen.
  • Ausflüge mit der Bahn: Baden in 21 Minuten (CJX 9), Bratislava in 56 Minuten (REX 8), Eisenstadt in rund einer Stunde, Graz in knapp zweieinhalb Stunden.

Fernzüge und Nachtzüge

Seit Dezember 2015 fahren alle Fernzüge der ÖBB, die Wien bedienen, über den Hauptbahnhof. Der Bahnhof ist ein Durchgangsbahnhof: Ein Railjet aus Salzburg endet hier nicht, sondern fährt weiter zum Flughafen oder nach Budapest, und Züge aus Graz fahren weiter nach Prag. Für Reisende heißt das, dass sie viele Ziele ohne Umsteigen erreichen. Die Fahrzeiten laut ÖBB-Fahrplan:

  • Österreich: stündlich Railjets nach Linz und Salzburg (einzelne weiter nach Innsbruck und Bregenz) sowie nach Graz, Klagenfurt und Villach.
  • Deutschland: ICE und Railjet über Passau Richtung Nürnberg und Frankfurt, nach München in rund 4 Stunden 15 Minuten mit einmal Umsteigen oder direkt.
  • Tschechien: Railjet nach Prag in 4 Stunden 13 Minuten; dazu Züge von Regiojet.
  • Ungarn und Slowakei: Railjet und Eurocity nach Budapest Keleti in knapp drei Stunden; nach Bratislava stündlich mit dem REX 8 in 56 Minuten.
  • Italien, Slowenien, Kroatien und Polen: einzelne Railjets und Eurocitys, etwa nach Venedig, Triest, Ljubljana, Zagreb und Warschau.
  • Nachtzüge: Nightjets und Euronights fahren laut Wikipedia unter anderem nach Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Amsterdam, Brüssel, Zürich, Mailand, Venedig und Rom.

Welche Züge in einer Woche tatsächlich fahren, ändert sich mit Fahrplanwechsel und Baustellen im Ausland. Die Fahrten von heute zeigt der Monitor, den gesamten Fahrplan Scotty auf fahrplan.oebb.at.


Historisches

Auf dem Gelände des Hauptbahnhofs fahren seit 1841 Züge. In diesem Jahr ging die Wien-Gloggnitzer Bahn in Betrieb, und ihr Ausgangspunkt war der Gloggnitzer Bahnhof, der spätere erste Südbahnhof. Mitte der 1840er Jahre kam gleich daneben der Raaber Bahnhof für die Bahn Richtung Ungarn dazu, der später Ostbahnhof hieß. Beide waren Kopfbahnhöfe, gebaut nach Plänen von Matthias Schönerer. Die Südbahn-Gesellschaft ersetzte den alten Bau 1874 durch einen großen Bahnhof im Stil der Neorenaissance von Wilhelm von Flattich. Von dort fuhren die Züge nach Triest, Laibach und Italien.

Den Zweiten Weltkrieg überstand der zweite Südbahnhof beschädigt, aber in der Substanz erhalten. Die ÖBB entschieden sich trotzdem für einen Neubau. Im September 1956 wurde der dritte Südbahnhof eröffnet, damals noch lange nicht fertig. In ihm lagen Süd- und Ostbahn unter einem Dach, aber weiterhin als zwei getrennte Kopfbahnhöfe. Im selben Jahr fuhren auf der Südbahn zwischen Wien und Gloggnitz die ersten elektrischen Züge. Am 17. Jänner 1962 kam die S-Bahn-Stammstrecke mit einer unterirdischen Haltestelle dazu, 1978 die U1 mit der Station Südtiroler Platz.

Pläne für einen echten Zentralbahnhof gab es seit dem 19. Jahrhundert. Konkret wurde das Projekt in den 1990er Jahren, gebaut wurde ab 2007. Am 13. Dezember 2009 schloss der Südbahnhof, danach wurde er abgerissen. Am 9. Dezember 2012 gingen die ersten vier Bahnsteige des neuen Hauptbahnhofs in Betrieb, und die S-Bahn-Haltestelle Südtiroler Platz bekam den Namen Wien Hauptbahnhof. Bundespräsident Heinz Fischer eröffnete den Bahnhof samt BahnhofCity am 10. Oktober 2014 offiziell, seit 14. Dezember 2014 halten alle Fernzüge Richtung Norden, Osten und Süden hier. Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 war der Bahnhof fertig: Seither fährt der gesamte Fernverkehr der ÖBB über den Hauptbahnhof, und Wien hat zum ersten Mal in seiner Geschichte einen Hauptbahnhof.

Seit 7. September 2026 ist die Stammstrecke zwischen Hauptbahnhof und Praterstern für die Modernisierung gesperrt, voraussichtlich bis Ende Oktober 2027.

(Quellen: Wien Hauptbahnhof, Wien Südbahnhof und Wien Hauptbahnhof (Südtiroler Platz) auf de.wikipedia.org, bahnhof.oebb.at, hauptbahnhofcity.oebb.at, oebb.at, ÖBB-Fahrplan Scotty, Abfragen für Montag, 5. Oktober 2026)

Zeitleiste: 1841 Gloggnitzer Bahnhof, 1840er Raaber Bahnhof, 1874 zweiter Südbahnhof, April 1945 Kriegsschäden, September 1956 dritter Südbahnhof und elektrischer Betrieb bis Gloggnitz, 17. Jänner 1962 S-Bahn-Stammstrecke, 1978 U1, Juni 1995 Projekt Hauptbahnhof vorgestellt, 13. Dezember 2009 Südbahnhof geschlossen, 9. Dezember 2012 erste Bahnsteige in Betrieb, 10. Oktober 2014 offizielle Eröffnung mit BahnhofCity, 14. Dezember 2014 alle Fernzüge Richtung Norden, Osten und Süden, 13. Dezember 2015 Vollbetrieb, 2016 Radstation, 7. September 2026 Stammstreckensperre bis Oktober 2027.
Zeitleiste von 1841 bis zur Stammstreckensperre. Zum Vergrößern anklicken.

Häufige Fragen zum Bahnhof Wien Hauptbahnhof

Wie komme ich vom Hauptbahnhof zum Flughafen Wien?

Am schnellsten mit Railjet oder Intercity in 14 bis 17 Minuten, mit dem REX 7 zur Minute 23 und 53 in 22 Minuten. Der Vienna Airport Bus (Linie 1) braucht rund 25 Minuten. Die S 7 fährt während der Stammstreckensperre bis Ende Oktober 2027 nicht ab dem Hauptbahnhof.

Fahren während der Stammstreckensperre noch S-Bahnen vom Hauptbahnhof?

Ja, aber nicht Richtung Norden. Die S 1, S 2 und S 80 fahren Richtung Liesing und Mödling, die S 60 nach Bruck an der Leitha, die S 80 nach Aspern Nord. Zum Praterstern, nach Floridsdorf und ins Weinviertel fährt man bis Ende Oktober 2027 mit der U1 zum Praterstern und steigt dort um.

Wie weit ist es vom Bahnsteig zur U1?

Die U1-Station Südtiroler Platz – Hauptbahnhof liegt rund 440 Meter von den Bahnsteigen entfernt. Über die Haupthalle und eine unterirdische Passage dauert der Weg etwa sechs bis sieben Minuten. Mit der U1 ist man in sechs Minuten am Stephansplatz.

Wo kann man am Hauptbahnhof parken?

In der Garage unter dem Bahnhof (WIPARK, rund 630 Plätze, kostenpflichtig), Zufahrt über die Gerhard-Bronner-Straße. Zum kurzen Abholen und Bringen gibt es Kiss-and-Ride-Plätze am Südeingang an der Sonnwendgasse.

Gibt es Schließfächer am Hauptbahnhof?

Ja. Laut ÖBB gibt es Schließfächer und größere Multifunktionsfächer. Kofferkulis gibt es nicht, aber Aufzüge und Rolltreppen zu allen Bahnsteigen.

Wie komme ich vom Hauptbahnhof zum Westbahnhof?

Mit der Straßenbahn 18 direkt in 16 Minuten oder mit U1 und U3 über Stephansplatz und Volkstheater in 16 bis 17 Minuten. Die Fernzüge der ÖBB Richtung Westen fahren ohnehin vom Hauptbahnhof ab; vom Westbahnhof fahren vor allem die WESTbahn und Regionalzüge Richtung St. Pölten.


Datum letzte Änderung: 03.10.2026, Fehler entdeckt? Sag Bescheid!



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