Wien Leopoldau

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Bahnhof

Adresse: 1210 Wien, Thayagasse

Der Bahnhof Wien Leopoldau im 21. Bezirk Floridsdorf ist Endstation der U-Bahn-Linie U1 und Halt der S-Bahn-Linien S 1 und S 2 sowie des Regionalexpress REX 2. Die Station liegt zwischen Thayagasse und Schererstraße, östlich davon die Park-and-Ride-Garage mit 1.121 Stellplätzen. Mit der U1 geht es ohne Umsteigen über Kagran und den Stephansplatz zum Hauptbahnhof, tagsüber etwa alle vier Minuten. Die S-Bahnen fahren nach Wien Floridsdorf und Wien Praterstern sowie ins Weinviertel und Marchfeld, nach Wolkersdorf, Mistelbach und Gänserndorf. Dazu kommen die Buslinien 29B, 32A und 36B der Wiener Linien und der Regionalbus 510.

Lageplan des Bahnhofs Wien Leopoldau, Norden oben: Der S-Bahn-Mittelbahnsteig liegt zwischen Thayagasse und Schererstraße an der Bahnstrecke, östlich davon und südlich der Gleise die U1-Station im Gebäude mit Park-and-Ride-Garage (Einfahrt Ernst-Kein-Gasse); eine Vergrößerung zeigt Bahnsteige, Zugänge, Aufzüge, die unterirdische Passage und die Bushaltestellen an Thayagasse und Schererstraße.
Lageplan nach OpenStreetMap: S-Bahn und U1 in Leopoldau mit Zugängen, Bushaltestellen und Park & Ride an der Ernst-Kein-Gasse. Zum Vergrößern anklicken.
S-Bahn-Bahnsteig Leopoldau: überdachter Mittelbahnsteig mit Stationsschild und Anzeigetafel, links ein ÖBB-Cityjet am Bahnsteig 1

Aktuell

Stammstreckensperre (7. September 2026 bis Ende Oktober 2027): Die S-Bahn-Stammstrecke zwischen Wien Praterstern und Wien Hauptbahnhof ist gesperrt. S 1, S 2 und REX 2 aus Leopoldau enden deshalb am Praterstern; die Fahrten über Wien Mitte und Rennweg nach Wien Meidling fallen weg. Für Leopoldau ist das weniger einschneidend als anderswo: Die U1 fährt unverändert direkt in die Innenstadt und zum Hauptbahnhof. Details: ÖBB-Baustelleninformation Stammstrecke.


Linien und Verbindungen

Leopoldau liegt an zwei Bahnstrecken: der Nordbahn Richtung Gänserndorf und der Laaer Ostbahn Richtung Wolkersdorf, die sich erst hinter dem Bahnhof trennen. Die Abfahrtsminuten gelten für Werktage tagsüber (Fahrplan ab 5. Oktober 2026).

  • U1: Endstation der U1, über Großfeldsiedlung, Kagran (8 Minuten) und Stephansplatz (18 Minuten) zum Hauptbahnhof (23 bis 24 Minuten) und weiter nach Oberlaa. Tagsüber etwa alle vier Minuten.
  • Richtung Floridsdorf und Praterstern: fünf Züge pro Stunde, zur Minute 14 (S 2 oder REX 2), 20 (S 1), 29 (S 2), 50 (S 1) und 59 (S 2). Floridsdorf nach sechs bis sieben Minuten, Praterstern nach 15 bis 17 Minuten; während der Stammstreckensperre ist dort Endstation.
  • S 1 Richtung Gänserndorf: zur Minute 9 und 39 über Deutsch-Wagram nach Gänserndorf (23 Minuten), stündlich weiter nach Marchegg (36 Minuten).
  • S 2 und REX 2 Richtung Wolkersdorf: REX 2 zur Minute 3 nach Wolkersdorf (10 Minuten), Mistelbach (33 Minuten) und Laa an der Thaya (1 Stunde 2 Minuten). S 2 zur Minute 12 und 42 mit allen Halten, Wolkersdorf nach 15 Minuten; die S 2 zur Minute 42 fährt bis Mistelbach (47 Minuten).
  • Bus: siehe Abschnitt U-Bahn und Bus.

Die genauen Abfahrten mit Verspätungen und Bahnsteigen zeigt der Monitor oben auf dieser Seite. Mit den Filtern lassen sich Züge, U-Bahn und Busse getrennt anzeigen.

Liniengrafik ab Wien Leopoldau: U1 etwa alle 4 Minuten über Großfeldsiedlung und Kagran (8 Minuten) zum Stephansplatz (18) und Hauptbahnhof (23 bis 24); fünf Züge pro Stunde nach Floridsdorf (6 bis 7) und Praterstern (15 bis 17); REX 2 zur Minute 3 und S 2 zur Minute 12 und 42 nach Wolkersdorf (10/15), Mistelbach (33/47) und Laa an der Thaya (62); S 1 zur Minute 9 und 39 nach Gänserndorf (23) und Marchegg (36).
Verbindungen ab Leopoldau mit Abfahrtsminuten und Fahrzeiten. Zum Vergrößern anklicken.

Umsteigen und Anschlüsse

  • Bahnsteige: Die S-Bahn hält an einem überdachten Mittelbahnsteig mit zwei Gleisen, laut Monitor meist Bahnsteig 1 Richtung Floridsdorf und Bahnsteig 2 Richtung Gänserndorf und Wolkersdorf. Die U1-Station mit Mittelbahnsteig liegt südlich der Bahnstrecke, eine Passage verbindet beide.
  • Richtung Hauptbahnhof und Innenstadt: am einfachsten mit der U1, Stephansplatz nach 18, Hauptbahnhof nach 23 bis 24 Minuten. Das gilt auch während der Stammstreckensperre.
  • Richtung Praterstern: mit der S-Bahn in 15 bis 17 Minuten oder mit der U1, die ebenfalls am Praterstern hält.
  • Richtung Floridsdorf: mit S 1 oder S 2 in sechs bis sieben Minuten, dort Anschluss an die U6 und die Züge nach Stockerau. Der Bus 29B braucht rund 23 Minuten.
  • Weinviertel und Marchfeld: Wer aus dem Weinviertel kommt, steigt hier aus S 1, S 2 oder REX 2 direkt in die U1 um.
  • Fahrradmitnahme: In S-Bahn und Regionalexpress mit Fahrradticket möglich, in der U-Bahn zu den Zeiten, die die Wiener Linien dafür vorsehen.
Zwei Taktuhren: Richtung Floridsdorf fahren Züge zur Minute 14 (S 2 oder REX 2), 20 (S 1), 29 (S 2), 50 (S 1) und 59 (S 2); Richtung Norden REX 2 zur Minute 3, S 1 zur Minute 9 und 39, S 2 zur Minute 12 und 42. Dazu die U1 etwa alle 4 Minuten.
Abfahrtsminuten in Leopoldau als Taktuhr. Zum Vergrößern anklicken.

U-Bahn und Bus

  • U1: Leopoldau – Großfeldsiedlung – Kagran – Donauinsel – Praterstern – Schwedenplatz – Stephansplatz – Karlsplatz – Hauptbahnhof – Oberlaa (Auswahl der Stationen)
  • Bus 29B: Floridsdorf – Leopoldau – Großfeldsiedlung
  • Bus 32A: nach Strebersdorf
  • Bus 36B: nach Jedlesee
  • Regionalbus 510: Richtung Gerasdorf, Stammersdorf und Strebersdorf

In den Nächten vor Samstagen, Sonn- und Feiertagen fährt die U1 durch; an Werktagen ist Leopoldau nachts laut Wikipedia mit dem Nachtbus N25 angebunden. Die Abfahrten der Busse zeigt der Monitor mit dem Filter „Bus“.

Balkendiagramm der Fahrzeiten ab Leopoldau: Floridsdorf 6 Minuten, Kagran 8, Wolkersdorf 10, Praterstern 15, Stephansplatz 18, Gänserndorf 23, Hauptbahnhof 23, Mistelbach 33, Marchegg 36, Laa an der Thaya 62.
Fahrzeiten ab Leopoldau mit U1, S-Bahn und REX. Zum Vergrößern anklicken.

Orientierung am Bahnhof

Die Station erstreckt sich zwischen Höbarthgasse und Adolf-Loos-Gasse, nördlich verläuft die Thayagasse, südlich die Schererstraße. Die S-Bahn hält auf der Bahnstrecke, die U1-Station wurde 2006 südlich davon gebaut. Eine Passage mit Aufzügen und Rolltreppen verbindet beide Teile. Östlich des Bahnhofs liegt die Park-and-Ride-Garage mit Einfahrt bei Ernst-Kein-Gasse und Seyringer Straße. Im Norden schließt die Nordrandsiedlung an, im Süden die Großfeldsiedlung.


Services

  • Fahrkartenautomaten: von ÖBB und Wiener Linien; Tickets auch in der ÖBB-App, der VOR-App und der WienMobil-App
  • Öffentliche Verkehrsmittel: U1, S-Bahn (S 1, S 2), Regionalexpress (REX 2), Bus 29B, 32A, 36B und 510
  • Barrierefreiheit: Aufzüge und Rolltreppen; laut ÖBB ist eine selbstständige Benützung der Station möglich
  • WC: öffentliches WC der Wiener Linien bei der U-Bahn
  • Sicherheit: Videoüberwachung und SOS-Notrufsäulen
  • Verpflegung: Snack- und Getränkeautomaten
  • WLAN: kostenfrei („OEBB-station“)

Individualverkehr

  • Park & Ride: Garage Park & Ride Leopoldau mit 1.121 Stellplätzen, rund um die Uhr geöffnet, Ladestationen für E-Autos, Einfahrtshöhe 2,10 Meter; kostenpflichtig, mit Öffi-Ticket ermäßigt
  • Leihräder: WienMobil-Rad-Station am Bahnhof
  • Taxi: laut ÖBB vorhanden
  • Anreise mit dem Auto: Die Garage ist für Pendler gedacht, die hier in die U1 oder die S-Bahn umsteigen.

Einkaufsmöglichkeiten

  • Am Bahnhof: Snack- und Getränkeautomaten, in der Nähe eine Trafik und ein Imbiss
  • Bäckerei Geier: Schererstraße 111B
  • Größerer Einkauf: in Floridsdorf, sechs bis sieben Minuten mit der S-Bahn, etwa im Interspar am Franz-Jonas-Platz, oder in Kagran mit der U1

Rund um den Bahnhof

Leopoldau war bis 1904 eine eigene Gemeinde; Funde reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Rund um den Bahnhof prägen Siedlungen aus dem 20. Jahrhundert das Bild, der alte Dorfkern liegt weiter südwestlich.

  • Leopoldauer Platz: der alte Ortskern, rund 1,8 Kilometer südwestlich, von der Stadt Wien als Schutzzone ausgewiesen. Am Haus Leopoldauer Platz 91 erinnert eine Hochwassermarke an die Überschwemmung vom März 1830.
  • Neu Leopoldau: Auf dem früheren Gaswerksgelände, rund 1,7 Kilometer westlich, entsteht seit 2018 ein neues Wohnviertel; die denkmalgeschützten Verwaltungs- und Wohngebäude des Gaswerks wurden eingebunden.
  • Großfeldsiedlung: Gemeindebau-Siedlung südlich des Bahnhofs, mit der U1 eine Station.
  • Nordrandsiedlung: Siedlung nördlich der Bahn.
  • Ausflüge mit der Bahn: mit dem REX 2 in zehn Minuten nach Wolkersdorf und in gut einer Stunde nach Laa an der Thaya, mit der S 1 in 23 Minuten nach Gänserndorf und in 36 Minuten nach Marchegg.

Das Gaswerk Leopoldau

Der Bahnhof verdankt seine Entstehung dem Gaswerk. Unter Bürgermeister Karl Lueger wollte die Stadt Wien die Gasversorgung selbst übernehmen und die Verträge mit der privaten Imperial-Continental-Gas-Association Ende 1911 auslaufen lassen. Ab Herbst 1909 entstand deshalb in Leopoldau ein zweites städtisches Gaswerk neben jenem in Simmering. Im November 1911 ging es in Vollbetrieb, im April 1912 wurde es feierlich eingeweiht. Aus Kohle wurde hier Stadtgas erzeugt und über eine Leitung über die Donau zum Gasometer Brigittenau gepumpt.

Das Werk war weitgehend mechanisiert: Bei der Inbetriebnahme arbeiteten hier nur rund 150 Menschen. In Kammeröfen wurde die Kohle unter Luftabschluss rund 23 Stunden lang entgast, übrig blieben Koks, Teer und Ammoniakwasser, die weiterverarbeitet wurden. Die Jahresleistung stieg von 50 Millionen Kubikmeter Stadtgas im Jahr 1912 auf 166 Millionen Kubikmeter im Jahr 1951. Im Zweiten Weltkrieg trafen rund 160 Spreng- und 50 Brandbomben das etwa 44 Hektar große Gelände; am 13. Oktober 1944 wurde der große Gasometer zerstört und erst 1952 wieder in Betrieb genommen.

Für die Kohle brauchte das Werk einen Bahnanschluss: 1912 entstand an der Nordbahn die Station „Leopoldau Ladestelle“, die zugleich den Floridsdorfer Verschiebebahnhof entlasten sollte. Um 1951 wurden täglich rund 170 Waggons Kohle gebraucht. 1969 wurde der letzte Kammerofen stillgelegt, die Gasometer wurden in den 1980er Jahren abgebrochen. Erhalten blieben die Verwaltungs- und Wohngebäude, die heute unter Denkmalschutz stehen und Teil des neuen Viertels Neu Leopoldau sind.


Historisches

Leopoldau wird 1125 als „Alpitowe“ erstmals erwähnt, später hieß der Ort unter anderem Eipeldau, worauf noch die Eipeldauer Straße hinweist. Den Namen Leopoldau vergab Kaiser Leopold I.; gebräuchlich wurde er ab 1734, durchgesetzt hat er sich erst um 1911. Am 1. März 1830 verwüstete ein Hochwasser den Ort, acht Menschen ertranken und 89 Häuser wurden beschädigt. 1904 wurde Leopoldau mit anderen Vororten nach Wien eingemeindet und Teil des 21. Bezirks Floridsdorf.

Die Nordbahn führte schon seit 1837 an Leopoldau vorbei, einen Bahnhof gab es aber erst ab 1912, als Ladestelle für das neue Gaswerk. Später wurde Leopoldau Station der Wiener Schnellbahn Richtung Gänserndorf und Wolkersdorf.

Am 2. September 2006 wurde die U1 von Kagran bis Leopoldau verlängert; die neue U-Bahn-Station entstand südlich der Bahnstrecke, dazu kam die Park-and-Ride-Anlage. Seit 2018 wird auf dem ehemaligen Gaswerksgelände das Wohnviertel Neu Leopoldau gebaut. Seit 7. September 2026 enden die S-Bahnen wegen der Stammstreckensperre am Praterstern, die U1 fährt weiter durch.

(Quellen: Bahnhof Wien Leopoldau, Leopoldau und Gaswerk Leopoldau auf de.wikipedia.org, bahnhof.oebb.at, BEST in Parking, ÖBB-Fahrplan)

Zeitleiste: 1125 erste Erwähnung als Alpitowe, ab 1734 Name Leopoldau, 1. März 1830 Hochwasser, 1837 Nordbahn, 1904 Eingemeindung nach Wien, 1911/1912 Gaswerk und Bahnstation Leopoldau Ladestelle, 1969 letzter Kammerofen stillgelegt, 2. September 2006 U1 bis Leopoldau mit Park and Ride, ab 2018 Neu Leopoldau, 7. September 2026 Stammstreckensperre.
Zeitleiste von der ersten Erwähnung bis zur Stammstreckensperre. Zum Vergrößern anklicken.

Häufige Fragen zum Bahnhof Wien Leopoldau

Wie komme ich von Leopoldau zum Hauptbahnhof?

Direkt mit der U1, ohne Umsteigen, in 23 bis 24 Minuten. Die U1 fährt tagsüber etwa alle vier Minuten und ist von der Stammstreckensperre nicht betroffen.

Wie lange dauert die Fahrt zum Stephansplatz?

Mit der U1 rund 18 Minuten. Unterwegs hält sie unter anderem in Kagran, an der Donauinsel, am Praterstern und am Schwedenplatz.

Wie viele Plätze hat die Park-and-Ride-Anlage?

Die Garage Park & Ride Leopoldau hat 1.121 Stellplätze, ist rund um die Uhr geöffnet und hat Ladestationen für E-Autos. Sie ist kostenpflichtig, mit Öffi-Ticket gibt es einen ermäßigten Tarif.

Welche Züge fahren von Leopoldau ins Weinviertel?

Der REX 2 zur Minute 3 nach Wolkersdorf (10 Minuten), Mistelbach (33 Minuten) und Laa an der Thaya, die S 2 zur Minute 12 und 42 nach Wolkersdorf und Mistelbach und die S 1 zur Minute 9 und 39 nach Gänserndorf (23 Minuten).

Wie komme ich nach Floridsdorf?

Mit S 1 oder S 2 in sechs bis sieben Minuten, tagsüber fahren fünf Züge pro Stunde. Mit mehr Halten fährt der Bus 29B in rund 23 Minuten.

Fährt die U1 auch in der Nacht?

In den Nächten vor Samstagen, Sonn- und Feiertagen fährt die U1 durch. An Werktagen ist Leopoldau nachts laut Wikipedia mit dem Nachtbus N25 angebunden.


Datum letzte Änderung: 06.10.2026, Fehler entdeckt? Sag Bescheid!



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